Neerach

Rockiges Festival zum Blasmusik-Jubiläum

Zu seinem 50-jährigen Bestehen hat der Musikverein Neerach die grosse Bühne im Festzelt den Rock-und Popmusikern überlassen. Dabei holte er junge Musiker auf die Bühne und stellte so gezielt die Nachwuchsförderung in den Vordergrund.

Die «Crushlce», mit dem Neeracher Drummer Martin Fröhlich, sind für ihren dynamischen Sound bekannt.

Die «Crushlce», mit dem Neeracher Drummer Martin Fröhlich, sind für ihren dynamischen Sound bekannt. Bild: Werner Bucher

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Mit zahlreichen Auftritten, vom Bächtelisapéro über das Muttertagskonzert bis hin zum Waldgottesdienst ist der Musikverein Neerach ins Jubiläumsjahr gestartet. Ohne selbst zu spielen, weil die Musiker im Festbetrieb mithelfen mussten, folgten dann am Freitag und Samstag die Höhepunkte mit den Auftritten von vier Formationen aus der Swing-Pop- und Rockszene.

Den Auftakt machte die Swiss Army Big Band, die alle Erwartungen der Besucher im Zelt mit 650 Plätzen erfüllte. Die 17 Militärmusiker leisten nicht nur ihren Dienst, sondern spielten mit Begeisterung. Der lautstarke Auftritt der «Crashlce» mit lokaler Besetzung durch den Drummer Martin Fröhlich, der früher auch im Musikverein Neerach an der Trommel wirbelte, war für die meisten Blasmusikliebhaber dann das Zeichen zum Aufbruch.

Für eine tolle Stimmung sorgte am Samstagabend die Blaskapelle Traktorkestar aus der Berner Jazz-Szene mit ihren Discogrooves. Anschliessend powerte die Rhytm’N’Brass so stark, dass selbst OK-Präsident Markus Häfliger den Grasboden als Tanzparkett benutzte. «Der Anlass hat richtig Spass gemacht.

Leider war der Besucheraufmarsch, vor allem von den Jungen, nicht so wie wir ihn erwartet haben», bilanzierte er. Der Erlös aus den Jubiläumsanlässen fliesst in die Nachwuchsförderung. So wird eine 4. Schulklasse von Neerach mit Blasinstrumenten ausgerüstet und während zwei Jahren unterrichtet.

Emmas grosser Auftritt

Der Samstagnachmittag allerdings stand ganz im Zeichen der jungen Musiker, die zum Teil schon in einem Verein mitspielen oder in der Musikschule Dielsdorf ausgebildet werden. Zu ihnen zählt auch die zehnjährige Emma Geissmann aus Niederweningen. Als Solistin stand sie ganz alleine auf der grossen Bühne und präsentierte ihr musikalisches Talent mit dem Saxofon. «Als kleines Kind habe ich an einem Konzert das Saxophon gesehen und gehört.

Da wusste ich sofort, welches Instrument ich spielen will», erklärte die Fünftklässlerin ihren Werdegang. Als besonders interessant findet sie das Spiel mit den vielen Klappen, die immer wieder neue Töne hervorbringen. Wie bei andern Musikschüler spielen auch ihre Eltern Instrumente: der Vater gelegentlich Trompete, die Mutter Querflöte. Moderator Didi Meier bemerkte denn auch: «Musik ist auch Familiensache» und fügte hinzu: «Früher waren Frauen in Musikvereinen nicht zugelassen. Heute würde es ohne sie fast keine mehr geben.»

Von den 36 Aktivmitgliedern des Musikvereins Neerach im Alter von 16 bis 70 Jahren sind fast die Hälfte weiblich. Sie haben in den letzten Jahren einen wesentlichen Teil zum Erfolg des Vereins beigetragen. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 17.07.2017, 17:49 Uhr

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