Rümlang

Rümlang bereits in Bedrängnis

Absteiger Rümlang hat in der Gruppe 4 der 3. Liga bisher lediglich einen der neun möglichen Punkte geholt. Nun braucht es viele Siege, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Rümlangs neuer Captain Shkodran Nuredini (links) spürt momentan die Gegner (hier der im Sommer ­zurückgetretene Embracher Aziz Gönlügür) mehr im Rücken, als ihm lieb ist

Rümlangs neuer Captain Shkodran Nuredini (links) spürt momentan die Gegner (hier der im Sommer ­zurückgetretene Embracher Aziz Gönlügür) mehr im Rücken, als ihm lieb ist Bild: Sibylle Meier

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Im Mai 2017 hatte Rümlang souverän den Aufstieg in die 2. Liga geschafft. Aber nur ein Jahr später stieg das Team des neuen Trainers Michele Digeronimo wieder ab. Die Mannschaft erfuhr auch in diesem Sommer, wie bereits 2017, einen grossen Aderlass. Mit Roger Scholz, Peter Mathys, Renato Wyss, Simon Kümin, Murat Hasic, Lukas Vögeli, Patrick Meier, Bryan Sleiman, Daniel Steiner und weiteren Akteuren verliessen Spieler mit hoher Qualität das Team. Weil momentan vom Rümlanger Nachwuchs wenig Druck auf die Arrivierten gemacht wird, musste sich Trainer Digeronimo umschauen.

Dies war kein leichtes Unterfangen, denn Rümlang liegt nicht am Nabel der Regionalfussballwelt. Der 36-jährige Digeronimo, der als Aktiver in der 2. Liga interregional bei Schwamendingen und Oerlikon/Polizei gespielt hat, nutzte seine Beziehungen. Von Schwamendingen konnte er Nenad Simeonovic, Roberto Pinto sowie Alessandro Salluce ins Unterland holen. Von der zweiten Rümlanger Mannschaft stiegen Filimon Binian, Marko Krstic, Alrik Bytyqi und Hasan Coskun ins Fanionteam auf. Von Töss kam Daniel Schröter, und Muhammet Özkan wurde reaktiviert.

Sehr viele Absenzen

Wegen mehrerer wichtiger verletzter oder abwesender Spieler wie Hafiz Frangi, Nenad Simeonovic, Besnik Latifi, Roberto ­Pinto, Salvatore Emulo, Marko Krstic, Marco Fornasiero, Armend Bytyqi, Daniel Schröter, Pius Schacher und Alrik Bytyqi konnten die Rümlanger in dieser noch jungen Saison nie vollzählig antreten. Sie litten gar unter einem Personalengpass. Bei der 2:5-Niederlage gegen Veltheim half der 41-jährige Senior Sven Bollinger aus und schoss dabei noch ein Tor. Auch der 37-jährige Renato Wyss sprang in die Bresche, und Trainer Digeronimo setzte sich sicherheitshalber auch noch aufs Matchblatt. Beim 2:2 gegen Bassersdorf II war neben Bollinger und Wyss auch Leo Etterlin (36) mit dabei.

Trotz der unerfreulichen Umstände: Die Rümlanger wehrten sich bisher in jedem Saisonspiel bravourös. In der ersten Partie beim mittlerweile souveränen Leader Neftenbach kassierten sie das 2:3 erst in der 90. Minute. «Schade, wir standen dem Sieg näher und liefen in einen Konter», berichtet Vereinspräsident Kurt Vogel. Gegen Bassersdorf erzielte Captain Shkodran Nuredini den 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. Bitter dagegen liefs bei Veltheim (2:5). «Das erste Gegentor kassierten wir nach zwei Minuten und das dritte wenige Sekunden nach dem Seitenwechsel. Man muss ganz einfach von Anfang an bereit sein», hält Kurt Vogel fest. Der Klubpräsident hat noch einen zweiten Wunsch: «Wir müssen defensiv konsequenter arbeiten. Wir haben in drei Spielen bereits zehn Gegentore erhalten.»

Chefs analysieren treffend

Trainer Michele Digeronimo siehts ähnlich wie sein Klubpräsident. «Wir müssen von Anfang an bereit sein und jede Aktion konsequent zu Ende spielen, statt zu viel nachzudenken», meint er. Captain Nuredini ortet ebenso im mentalen Bereich Probleme. «In der 2. Liga haben wir die meisten Spiele verloren. Das ist vielleicht irgendwie noch in den Köpfen drin. Jetzt müssen wir über den Kampf eine Siegesserie hinlegen und uns damit von den vergangenen Monaten verabschieden.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 07.09.2018, 21:41 Uhr

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