Opfikon

Rutschbahn und Sprudelbad sollen mehr Besucher anlocken

Das Hallenbad Bruggwiesen wird zurzeit totalsaniert. Auch das dazugehörige Freibad wird auf den neusten Stand gebracht. Der Betriebsleiter rechnet nach der Wiedereröffnung mit einem massiven Besucheranstieg.

Im Hallenbad wird alles komplett neu. Nach der Totalsanierung soll das Raumklima um einiges angenehmer sein.

Im Hallenbad wird alles komplett neu. Nach der Totalsanierung soll das Raumklima um einiges angenehmer sein. Bild: Sibylle Meier

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Rund um das Hallen- und Freibad Bruggwiesen in Opfikon ist es zurzeit ein wenig lauter als sonst. Dies liegt aber nicht an den Gästen, sondern an den Sanierungsarbeiten, die nun seit einem Jahr laufen. «Es gab bisher keine Reklamationen von den Anwohnern», sagt Peter Pfluger. Er ist Betriebsleiter des Hallen- und Freibads, das aus den 70er-Jahren stammt. Die Bauarbeiten verlaufen planmässig. «Für die nächste Sommersaison werden wir rechtzeitig bereit sein.» Ein fixes Eröffnungsdatum habe man jedoch noch nicht festgelegt.

«Für die nächste Sommersaison werden wir rechtzeitig bereit sein.»Peter Pfluger, Betriebsleiter

Das Hallenbad wurde bis auf den Rohbau zurückgestellt. «Innen wird alles komplett neu», sagt Pfluger. Anders beim Freibad, wo nur das Nötigste erneuert wird. So erhalten die Becken neue Folien. Zudem wird die Technik auf den aktuellsten Stand gebracht. Der Sprungturm sowie die Rutschbahn bleiben bestehen. Neu wird auch der Wellnessbereich sein, der über eine finnische Sauna, eine Biosauna, ein Dampfbad, einen Massageraum sowie mehrere Ruheräume verfügt. «Heutzutage gehört ein Wellnessbereich in einem Hallen- und Freibad zum Standard.»

20 bis 30 Prozent mehr Gäste

Die Konkurrenz des Hallen- und Freibads Bruggwiesen ist gross. In den Nachbargemeinden Kloten, Wallisellen, Dietlikon und Bassersdorf gibt es ebenfalls Schwimmbäder. Betriebsleiter Peter Pfluger rechnet nach der Wiedereröffnung trotzdem mit einem markanten Anstieg der Besucherzahlen. «In den ersten beiden Monaten werden es voraussichtlich bis zu 50 Prozent mehr sein als vor der Sanierung. Danach wird es sich wahrscheinlich bei etwa 20 bis 30 Prozent einpendeln.»

Das Freibad wird nur teilweise erneuert. Foto: Sibylle Meier

Als Besuchermagnet dürften vor allem das Warmwasseraussenbecken und die Hallenbad-Rutschbahn dienen. Beides hat es vor der Schliessung noch nicht gegeben. «Wir haben gespürt, dass die jungen Gäste lieber nach Wallisellen gegangen sind, weil es dort mehr Action gab. Das sollte sich nun wieder ändern.» In der 100 Meter langen «Magic Tube» sind verschiedene interaktive Programme integriert. Die Rutschenden können dabei auswählen, welche Bilder sie in der Röhre sehen möchten. Bei einem der Programme rutscht man beispielsweise auf Haie zu und weicht ihnen im letzten Moment aus. «Die Rutschbahn ist sowohl vom Freibad als auch vom Hallenbau aus zu erreichen.»

Hier entsteht der Eingangsbereich mit den Kassen und dem Bistro. Foto: Sibylle Meier

Das Warmwasseraussenbecken wird über diverse Sprudelanlagen und Massagedüsen verfügen. Da das Wasser das ganze Jahr über beheizt wird, kann man dort auch im Winter baden. Damit die Energiekosten möglichst tief bleiben, läuft das Wasser jeden Abend in ein unterirdisches, isoliertes Becken ab. Am Morgen wird es dann jeweils wieder in die normale Wanne gepumpt.

Angenehmeres Raumklima

Das Hallenbad verfügt über ein Schwimmbecken mit vier 25-Meter-Bahnen. Weiter gibt es ein 1-Meter-Sprungbrett. Dazu kommen ein Kleinkinderbereich und ein Nichtschwimmerbecken. Beim Wasser werden die Gäste trotz neuer Technik keinen Unterschied zu vorher spüren. «Das Raumklima wird dank der neuen Lüftungstechniken hingegen viel angenehmer sein. Das heisst, nicht mehr so stickig und feucht wie noch vor dem Umbau», erklärt Pfluger. Zudem sei die ganze Anlage besser überwacht. Man habe sogar darüber nachgedacht, Unterwasserkameras zu installieren. «Da wir kein passendes Modell gefunden haben, belassen wir es bei den Kameras, welche die Becken von oben filmen.» Es sei ohnehin nicht möglich, die Bademeister durch eine Videoüberwachung gänzlich zu ersetzen.

So wird das Hallen- und Freibad Bruggwiesen bei der Wiedereröffnung aussehen. Das genaue Datum ist noch nicht bekannt. Visualisierung: PD

Klares Ja an der Urne

Das Hallen- und Freibad Bruggwiesen wurde im Jahr 1975 eröffnet. «Irgendwann muss man eine solche Anlage einfach sanieren», sagt Betriebsleiter Peter Pfluger. Die Opfiker Bevölkerung bewilligte den Kredit von 23,5 Millionen Franken bereits im Dezember 2014. Das Ergebnis fiel mit 1985 Ja- zu 1016 Nein-Stimmen relativ klar aus. Nun kommen nochmals 2,5 Millionen Franken für das Warmwasseraussenbecken hinzu, welche vom Gemeinderat im Dezember 2018 genehmigt wurden.

Erstellt: 05.09.2019, 17:56 Uhr

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