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Sagi verliert vorübergehend Wasserrad

Der bisherige Antrieb der Sagi Bassersdorf wird derzeit ausgebaut. Nach rund 40 Jahren ist er nicht mehr stabil genug und muss deshalb ersetzt werden.

An Klettergurten befestigt demontierten Mitarbeiter einer Wagnerei aus Lauenen das Rad der Sagi Bassersdorf.
An Klettergurten befestigt demontierten Mitarbeiter einer Wagnerei aus Lauenen das Rad der Sagi Bassersdorf.
Leo Wyden

42 Schaufeln, die je 65 Liter Wasser fassen, trieben 40 Jahre lang die Sagi Bassersdorf an. Doch in diesem Sommer hat sich das Rad zum letzten Mal gedreht. Es war nicht mehr stabil genug und hatte damit das Ende seiner Dienstzeit erreicht.

Am Montag und Dienstag bauten zwei Mitarbeiter der Wagnerei Oehrli aus Lauenen im Kanton Bern deshalb gemeinsam mit vier Helfern der Genossenschaft Pro Sagi das alte Rad ab. Wie Kletterer an Seilen befestigt, rückten die Herren der Wagnerei dem ehrwürdigen «Motor» der Sagi und seinem Holz zu Leibe, um Platz für Neues zu schaffen.

Jene Teile, die aus Föhren- und Eichenholz gefertig waren, wanderten in die Entsorgung. «Sämtliche Metallteile werden aber wieder verwertet», sagte Hans Hermann, der Obmann der Sager. Schliesslich gehe es ja darum, dass das neue dem alten Rad entspreche, welches seinerseits auch schon auf den Überresten des Wasserrads aus den 1950er-Jahren basierte. «Die Metallteile werden deshalb zuerst sandgestrahlt, wieder geschwärzt und dann für das neue Rad verwendet. Sie sind nicht kaputt, sondern nur ein wenig verkalkt», erklärte Hermann.

Verwendet werden die Teile allerdings erst im kommenden März. Dann soll das neue Rad um die Achse herum zusammengebaut werden. Während des Winters muss die Sagi also ohne Wasserrad auskommen. «In dieser Zeit ist die Säge aber sowieso immer stillgelegt», sagte Hermann.

Das neue Kegel- und Kammrad wird in seinen Dimensionen exakt seinem Vorgänger entsprechen, mit einen Durchmesser von 5,4 Meter haben, einer Breite von 98 Zentimeter, 42 Schaufeln und 12 Eichenspeichen. Das Gesamtgewicht beträgt rund 2500 Kilogramm.

Spender ermöglichen Sagi, das alte Rad zu ersetzen

Dass die Sagi Bassersdorf überhaupt wieder ein Rad besitzen wird, ist vor allem durch die Unterstützung der Bevölkerung gewährleistet. Die 1975 gegründete Genossenschaft Pro Sagi sah sich gezwungen, eine Spendenaktion auszurufen, um die Geldmittel für den Ersatz des morschen Rads zu beschaffen.

Dieses kostet nämlich rund 45 000 Franken, dazu kommen Kosten in der Höhe von 14 000 Franken für die Erneuerung des Zulauf- und Fallkanals. «Dieses Geld haben wir inzwischen zusammen», sagte Hermann. Mit rund 20 000 Franken beteiligt sich die Gemeinde Bassersdorf, Besitzerin der Liegenschaft.

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