Kloten

Sanierung des Eisfelds wird geprüft

Das Ausseneisfeld neben der Swiss Arena muss saniert werden. Nun prüft ein Projektleiter, ob sich Flicken überhaupt lohnt oder ob nicht ein Neubau sinnvoller wäre.

Das Klotener Ausseneisfeld zwischen Waldhütte und Swiss Arena ist sanierungsbedürftig. Auch über einen Abbruch und Neubau wird nachgedacht.

Das Klotener Ausseneisfeld zwischen Waldhütte und Swiss Arena ist sanierungsbedürftig. Auch über einen Abbruch und Neubau wird nachgedacht. Bild: Leo Wyden

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Das Thema Ausseneisfeld hat in Kloten politische Brisanz. Schon seit Jahren wünschen sich Hockeyclubs und die Stadt eine Überdachung des von diversen Vereinen benutzten Eisfelds neben der Swiss Arena.

Dagegen wehrt sich die Klotener SVP, die 2015 wegen der angespannten Finanzlage gar einen ultimativen Ausgabenstopp forderte und den Stadtrat mittels Motion dazu verpflichten wollte, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Der Stadtrat wischte dieses «Denkverbot» nicht nur als unzulässig weg, sondern zeigte auch auf, wieso ein Dach wirtschaftlich sinnvoll wäre.

Unterstützung erhielt die Stadtregierung letztes Jahr von SVP-Mitglied und EHC-Kloten-Besitzer Hans-Ulrich Lehmann, der die Überdachung als zwingende Notwendigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit seines klammen Clubs bezeichnete.

Im Budget 2017 hat das von der SVP dominierte Parlament daraufhin eine Million Franken für die Gesamtsanierung des Ausseneisfelds bewilligt – 14 Millionen sind insgesamt dafür eingestellt.

Externer prüft die Situation

Nun hat die Stadt die Planungsarbeiten für 26 000 Franken an einen externen Projektleiter vergeben. Dieser werde nun prüfen, ob das kaputte Eisfeld geflickt werden kann oder ob es einen Abbruch und Neubau braucht, erklärt Verwaltungsdirektor Thomas Peter. Vom Eisfeld tropfe es mitunter auf Autos in der darunterliegenden Tiefgarage. Welche Lösung verfolgt wird, ist also noch offen, eine Überdachung bleibe aber bei den Überlegungen ein Thema, sagt Peter.

Eine solche könnte mehrere Probleme lösen: Das offene Eisfeld ist heute oft von Laub und Nadeln des nahen Waldes oft verdreckt, bei Schneefall und Regen kaum zu benutzen. Auch ökologische sowie betriebliche Überlegungen sind ein Thema, da es immer mehr warme Tage im Herbst und Frühling gebe, führt Peter aus.

Man wolle nun die beste Lösung finden, die den Bedarf für 20 bis 30 Jahre sichere, erklärt der Verwaltungsdirektor die Sichtweise der Stadt. Es mache keinen Sinn, eine Minimalsanierung zu zu machen, nur um dann in wenigen Jahren erneut hinter die Bücher zu müssen.

Die Wahl eines externen Projektleiters für diese Abklärung begründet die Stadt mit mangelnden personellen Ressourcen in der Abteilung Liegenschaften. Dies kann als Seitenhieb an die überdachungskritische SVP verstanden werden, die auch in der Verwaltung wo immer möglich Personal und somit Stellen sparen will.

Erstellt: 22.03.2017, 17:25 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!