Niederglatt/Oberglatt

SBB erleichtern Einstieg durch höhere Perrons

Die SBB planen Bauarbeiten an den beiden Bahnhöfen. Unter anderem sollen die Perrons erhöht werden, damit der hindernisfreie Zugang gewährleistet ist. Die Pläne liegen seit dieser Woche auf den beiden Gemeinden auf.

Bald wird sich auch der Bahnhof in Oberglatt behindertengerecht präsentieren.

Bald wird sich auch der Bahnhof in Oberglatt behindertengerecht präsentieren. Bild: Screenshot Google Maps

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Die SBB passen die Bahnhöfe in Niederglatt und Oberglatt den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) an. «Die Perrons werden auf 55 Zentimeter erhöht, damit der hindernisfreie Zugang in die Züge gewährleistet ist. Zudem gibt es Anpassungen an Treppen- und Rampenbrüstungen, um mehr Platz auf den Perrons zu schaffen.

Und es wird eine neue Beleuchtung (LED) installiert», teilt Reto Schärli, Mediensprecher der Bundesbahnen, auf Anfrage mit.In Niederglatt werde zudem die Rampe auf der Seite des Bahnhofplatzes angepasst, damit sie den Vorgaben des neuen Gesetzes entspreche. Der bestehende Aufgang sei zu steil.

Kosten sind Sache des Bundes

Die Arbeiten im Gleisbereich sollen vor allem nachts stattfinden, Einschränkungen des Bahnverkehrs sind keine vorgesehen. Die detaillierten Pläne sind noch bis Anfang Oktober in den Gemeindeverwaltungen einsehbar.

Voraussichtlicher Baubeginn in Oberglatt ist im April 2020, die Inbetriebnahme ist auf Ende desselben Jahres angesetzt. Für das Vorhaben sind rund 6,7 Millionen Franken budgetiert. In Niederglatt liegen die Kosten mit 4,6 Millionen etwas tiefer. Die Arbeiten sollen in knapp einem Jahr, im August 2019, beginnen und bis Ende Dezember fertig sein.

Die Projekte in Millionenhöhe belasten aber die Gemeindekassen nicht. «Alles, was die Infrastruktur der Bahnhöfe anbelangt, etwa die Erschliessung des Bahnhofs oder der Bahnzugang, wird mit Bundesgeldern finanziert», sagt Schärli.

Barrierefreies Reisen

Im Zuge der Umsetzung des BehiG sollen bis Ende 2023 Reisende mit eingeschränkter Mobilität Dienstleistungen der SBB diskriminierungsfrei nutzen können. Dies ist auf der Website des Bahnunternehmens zu lesen. Die Barrerierefreiheit wird ausserdem – im übertragenen Sinne – auch auf den digitalen Bereich ausgeweitet: So werden beispielsweise einige Dokumente auf der Website für blinde und sehbehinderte Menschen mittels Screenreader akustisch übermittelt.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.09.2018, 16:51 Uhr

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