Flughafen

Scharfschützen auf dem Dach sorgen während des WEF für Sicherheit

Die Kantonspolizei führt während des WEF einen Grosseinsatz durch. Vor allem am Flughafen Zürich wird die Sicherheit erhöht.

Scharfschützen der Sondereinsatzgruppe «Diamant» der Kantonspolizei Zürich sichern den Flughafen.

Scharfschützen der Sondereinsatzgruppe «Diamant» der Kantonspolizei Zürich sichern den Flughafen. Bild: Paco Carrascosa

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Rund 500 Kantonspolizisiten sind während des WEF im Einsatz. Obwohl die Kantonspolizei Zürich das grösste Polizeikorps der Schweiz ist, komme es beim WEF an seine Grenzen, sagte Thomas Würgler, Kommandant der Kapo am Montag an einer Medienorientierung zum WEG. Denn nebst den zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen für das WEF, muss der normale Polizeidienst ja trotzdem ebenfalls abgedeckt werden. «Es werden weder Patrouillendienste gestrichen noch werden Öffnungszeiten von Polizeiposten gekürzt», so Würgler. Abgesehen davon muss genug Personal vorhanden sein, um für ein allfälliges Grossereignis gewappnet zu sein. Deshalb verhängt die Kapo während der ganzen WEF-Woche für ihre Polizisten eine Ferien- und Ruhetagssperre und führt auch keine Weiterbildungskurse durch.

Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen werden punktuell verstärkt

Die meisten Gäste reisen über den Flughafen Zürich in die Schweiz ein. Daher ist die Kantonspolizei in Kloten besonders gefragt. Sie ist hier für die Sicherheit von Personen verantwortlich, die per Völkerrecht geschützt sind. Nebst einer sicheren Einreise ins Land sorgt die Kapo aber auch für die sichere Verschiebung nach Davos. «Am Flughafen gibt es während des WEF quasi drei Sicherheitslevels», erklärte Würgler. Erstens sind die täglichen Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen sowieso schon sehr gross, nirgendwo sonst im Kanton Zürich gibt es auf so kleinem Raum so viele Polizisten. Zweitens werden diese Kräfte noch punktuell verstärkt. Und drittens gibt es noch zusätzliche Massnahmen, wenn etwa eine Person wie der US-Präsident Donald Trump in Kloten landet.

Sniper auf dem Dach sollen «beobachten»

Ein Beispiel für die punktuelle Verstärkung der Sicherheitskräfte demonstrierte die Kapo gestern an einer Führung für die Medien. Auf dem Dach des Parkhauses 3 waren zwei Scharfschützen – die Kapo präferiert den Begriff «Präzisionsschützen» – der Sondereinsatzgruppe «Diamant» positioniert. Solche Schützen sind während des WEF an verschiedenen Orten am Flughafen in Stellung. «Ihre Aufgabe ist es vor allem, das Gebiet zu beobachten und allfällig Verdächtiges zu melden», sagte Marcel Strebel, Chef der Flughafenpolizei-Sicherheitsabteilung. So hatten die Einsatzkräfte zwar tatsächlich ein Scharfschützengewehr einsatzbereit gemacht, es war aber nicht schussbereit auf das Vorfeld gerichtet, sondern sorgfältig am Boden platziert. Erst, wenn es nicht mehr anders geht, würde der Gesamteinsatzleiter der Kapo den Schützen tatsächlich den Befehl zur Schussabgabe geben.

Erstellt: 20.01.2020, 17:24 Uhr

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