Dietlikon

Schluss mit alten Gewohnheiten auf Dietlikons Einkaufsmeile

Im Einkaufsgebiet Dietlikon Süd ist der erste von zwei Einbahnringen fertig. Gewisse Geschäfte sind nun nicht mehr wie bisher zu erreichen.

Durch den westlichen Teil der Industriestrasse in Dietlikons Einkaufsgebiet gehts mit dem Auto nur noch von einer Seite her. Foto: Paco Carrascosa

Durch den westlichen Teil der Industriestrasse in Dietlikons Einkaufsgebiet gehts mit dem Auto nur noch von einer Seite her. Foto: Paco Carrascosa

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Ein grosser Schritt ist geschafft. Die stark be- und an Wochenenden oft überlastete Einkaufsmeile in der Dietliker Industrie hat seit Montag dieser Woche ein neues Verkehrssystem. Neu herrscht auf der Westhälfte nämlich ein striktes Einbahnregime.

Das merken dieser Tage alle jene, die der Gewohnheit folgend, durch die mittlere Zufahrt von der Neuen Winterthurerstrasse über die Dübendorferstrasse ins Einkaufsgebiet abzweigen und zum Jumbo, Coop und ins Qualipet-Center wollen. Auf dem bisherigen Weg via den kleinen Kreisel auf der Industriestrasse sind alle diese Geschäfte sowie auch das Greenhouse und Decathlon nicht mehr anzusteuern.

«Der Jumbo-Kreisel wird der kritische Punkt sein, bis das neue System allen bekannt ist», schätzt Stefan Schmon, Projektleiter des kantonalen Tiefbauamtes. «Wir haben da einen Verkehrsdienst platziert, der für die Einhaltung des neuen Einbahnregimes sorgt», sagt er. Dies allerdings nur für die ersten drei Tage.

Gerade am Wochenende und bei grösserem Verkehrsaufkommen würde der eigentlich gut gemeinte Verkehrsdienst dort aber zu einem Rückstau im und um den Kreisel herum führen, befürchtet der Projektleiter. Weil dann jede und jeder dort anhalten und mit den Verkehrskadetten diskutieren würde. Das wolle man nicht, da sonst rasch der Verkehr ringsum zusammenbrechen könnte. Ab sofort müssen die grossen rot-weissen Einbahnschilder reichen. Davon stehen gleich vier an der betreffenden Kreiselausfahrt.

Deutlich höhere Kapazitäten

Wie lange es dauern wird, bis alle wissen, dass man ab sofort nur noch von der anderen Seite – sprich: vom Abzweiger beim McDonalds – ins Gebiet gelangen kann, muss sich noch zeigen. Die Polizei werde anfänglich noch zurückhaltend sein mit Bussen verteilen, heisst es. Wenn sich der Einbahnring allerdings wie prognostiziert durchsetzen wird, sei mit einer deutlichen Verflüssigung des Verkehrs zu rechnen. «Das neue System hat eine deutlich höhere Kapazität», sagt Schmon.

Der erste Härtetest dürfte am kommenden Wochenende und danach in der Adventszeit bevorstehen, wenn ab Ende dieses Monats die Weihnachtseinkäufe anziehen und Sonntagsverkäufe für Grossandrang sorgen werden in Dietlikon. Der zuständige Projektleiter des Tiefbauamtes ist überzeugt, dass die Berechnungen der Verkehrsplaner aufgehen und nicht das totale Chaos ausbrechen wird. Er freut sich über den glatten Verlauf der bisher ausgeführten Strassenumbauten an den Zufahrten ins Einkaufsgebiet. So sind bereits zwei der drei grossen Knoten mit den Kreuzungen der Neuen Winterthurerstrasse mit der Dübendorferstrasse (bei Coop) und der Industriestrasse (bei McDonalds) fertiggestellt.

Die bauliche Anpassung der Zu- und Wegfahrten zur sogenannten Einkaufsmeile hat damit deutlich mehr Abzweigespuren gebracht. So soll sich der Verkehr verflüssigen – oder zumindest deutlich weniger stark stauen. Die Arbeiten seien den Sommer über planmässig vorangekommen. Nur beim Einbau des Deckbelags musste ein Wochenendeinsatz zuletzt verschoben werden. Doch inzwischen sind alle Abschnitte wie vorgesehen asphaltiert und alles neu signalisiert. Man habe keine zusätzlichen Schichten einlegen müssen, heisst es weiter. Die westliche Hälfte des Einkaufsgebietes mit dem erwähnten neuen Einbahnring ist bis auf die Bushaltestellen fertig gebaut.

Schneller als geplant

Projektleiter Schmon erklärt, man sei jetzt sogar noch besser im Zeitplan als vorgängig berechnet wurde. So konnte bereits mit dem Neubau der Brücke über den Bach an der Gemeindegrenze Dietlikon/Brüttisellen beginnen können. «Das wäre erst im nächsten Jahr vorgesehen gewesen», sagt Schmon. Einen Strich durch die Rechnung machen könnte ihm allenfalls ein schneereicher Winter. «Ein bisschen Schnee darfs schon geben», sagt er. Wenn die weisse Pracht um den Jahreswechsel kommt, wären auch ein paar Zentimeter mehr kein Problem. Denn vom 20. Dezember 2019 bis zum 20. Januar 2020 ist ohnehin ein Unterbruch der Bauarbeiten eingeplant. Im Herbst 2020 soll dann auch der zweite Einbahnring auf der Seite von Ikea, Media Markt und Pathé fertig sein. Bis dahin werden baulich bedingte Einschränkungen zum Alltag gehören in Dietlikon Süd.

Was die am Bau Beteiligten übrigens besonders freut sind die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung, die es trotz aller Einschränkungen wegen der Bauerei gibt. So haben Projektleiter Schmon und seine Leute mehrere E-Mails mit Lob bekommen. «Das gibts wirklich nur ganz selten und motiviert uns natürlich sehr.»

Erstellt: 13.11.2019, 19:18 Uhr

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