Rafzerfeld

Schulpflege geht härter gegen Vandalen vor

An drei Schulstandorten im Rafzerfeld haben sich Fälle von Vandalismus gemehrt.

Der Kindergarten in Wil ist einer der Standorte, an welchen es in letzter Zeit wiederholt zu Vandalenakten kam.

Der Kindergarten in Wil ist einer der Standorte, an welchen es in letzter Zeit wiederholt zu Vandalenakten kam. Bild: Paco Carrascosa

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Die Schule Unteres Rafzerfeld hat gemäss der Schulpflege ein Vandalenproblem. «In den letzten Wochen und Monaten sind wir auf Schuld- oder Kindergartengelände vermehrt mit Vandalismus, Lärm und Abfall konfrontiert», schrieb Schulpflegepräsident Peter Zuberbühler Ende Mai in einer Mitteilung an die Eltern. Auf welche Schadenssumme sich die Fälle insgesamt beziffern, kann er allerdings nicht sagen. «Bisher wurde nichts Grösseres zerstört, es handelt sich nur um leichte Sachbeschädigung. Hier und da wurde mal ein Tisch oder etwas Mobiliar in Mitleidenschaft gezogen oder es wurde Abfall zurückgelassen», sagt Zuberbühler. Das Problem sei eher die Quantität.

Härtere Vorgehensweise

An drei Schulstandorten – dem Kindergarten in Wil, dem Primarschulhaus in Hüntwangen und dem Sekundarschulhaus in Wil – kam es wieder und wieder zu solchen kleineren Fällen. Die Schule hat zuerst versucht, die Jugendlichen, die vor Ort als Verursacher ausgemacht wurden, für das Problem zu sensibilisieren und hat sie dazu angehalten, sich «anständig und respektvoll zu verhalten». Das habe gemäss Zuberbühler aber wenig genützt.

Deshalb will die Behörde nun härter gegen das Problem vorgehen. «Teilweise haben sich so viele Jugendliche an diesen Orten versammelt, dass sich Mitarbeitende der Schule nicht mehr wohlfühlten und sich auch nicht trauten, fehlbares Verhalten vor Ort direkt anzusprechen, weil sie angepöbelt wurden», erklärt der Präsident. Das Mass des Erträglichen sei bei Weitem überschritten worden. Ihm sei bewusst, dass es sich wahrscheinlich nur um ein paar wenige Jugendliche handle, die hauptsächlich für die Probleme verantwortlich seien. Trotzdem wurde an der Sekundarschule eine Vollversammlung mit allen Schülerinnen und Schülern einberufen. Dabei wurde auch informiert, wie es nun weitergehen soll. «Wir werden für Sachbeschädigungen Anzeige erstatten und Arealverbote aussprechen. Weitere Beschädigungen oder auch Belästigungen gegenüber Anwohnern und Mitarbeitenden werden wir konsequent bei der Polizei zur Anzeige bringen.»

Zumindest für den Anfang scheint die Strategie Wirkung zu zeigen. Zwar habe man teils immer noch Abfall wegräumen müssen, zu Sachbeschädigungen sei es in den letzten zwei Wochen aber nicht mehr gekommen.

Erstellt: 24.06.2019, 16:55 Uhr

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