Opfikon

Schweizer Germania übernimmt Flüge des deutschen Partners

Die deutsche Fluggesellschaft Germania hat diese Woche Konkurs angemeldet. Das hatte auch Auswirkungen auf die Schweizer Partner-Airline, die Germania Flug AG.

Eine Maschine der Germania auf einem Flugplatz in Berlin.

Eine Maschine der Germania auf einem Flugplatz in Berlin. Bild: Keystone

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Am vergangenen Dienstag passierte, was bereits seit geraumer Zeit befürchtet worden war: Die Germania Fluggesellschaft mbH gab auf ihrer Webseite bekannt, dass der Flugbetrieb infolge Insolvenz eingestellt werden muss.

Die Germania war auch in der Schweiz aktiv: Sie ist zu 40 Prozent an der Germania Flug AG beteiligt, welche ihren Sitz in Opfikon hat und mit drei Flugzeugen operiert. Der reguläre Flugbetrieb ist zumindest vorerst nicht vom Bankrott der deutschen Partner-Airline betroffen. «Der Betrieb läuft bei uns wie gewohnt weiter.

Wir sind auf Kurs, der laufende Winterflugplan sowie der Sommerflugplan 2019 werden wie geplant aufrechterhalten», liess sich Urs Pelizzoni, Verwaltungsrat der Germania Flug AG, noch am Dienstag in einer Medienmitteilung zitieren. Auch die Planung für den nächsten Winterflugplan laufe bereits. Begründet wird dies damit, dass die Germania Flug AG eine eigenständige Schweizer Fluggesellschaft sei und auch über ein eigenes Luftverkehrsbetreibererzeugnis verfüge.

Flug nach Gran Canaria wurde gestrichen

Der Konkurs des Partners hatte sich dann aber trotzdem zumindest in einem Fall bemerkbar gemacht. Wie der «Blick» berichtete, wurde der Flug nach Gran Canaria um 6.45 Uhr annulliert, ebenso der entsprechende Rückflug. Grund dafür war, dass die Germania Flug AG eine besondere Route der deutschen Germania übernommen hat: Sie fliegt einen Teil der Shuttle-Flüge, die täglich zwischen dem Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder und dem Airbus-Werk in Toulouse für die Mitarbeiter des Flugzeugherstellers durchgeführt werden.

Die Germania Flug AG schweigt sich zwar zu den genauen Hintergründen des annullierten Flugs von gestern Mittwoch aus, auf flightradar24.com, einer Website, welche Flüge aufzeichnet, ist der Vorgang aber nachzuverfolgen. Demnach ist eine der beiden A319 der Flotte der Germania Flug AG bereits am 5. Februar in Zürich gelandet, von dort aber nach Toulouse weitergeflogen und noch am selben Tag nach Hamburg und wieder nach Toulouse geflogen. Während der Flug am Morgen des 6. Februars von Zürich nach Gran Canaria dann gestrichen wurde, war die Maschine noch immer in Toulous, wo sie erst am Nachmittag wieder nach Hamburg flog.

Erstellt: 07.02.2019, 17:41 Uhr

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