Buchs

Schwimmbad der Schule bleibt leer

Das Schwimmbecken im Schulhaus Zihl bleibt zum Schulbeginn leer. Der Grund ist ein akuter Wassermangel. Die Regenfälle der vergangenen Woche reichten nicht aus, um das Reservoir zu füllen.

Ohne Wasser kein Schwimmen: Die Schüler vom Schulhaus Zihl haben vorerst kein Schwimmunterricht (Symbolbild).

Ohne Wasser kein Schwimmen: Die Schüler vom Schulhaus Zihl haben vorerst kein Schwimmunterricht (Symbolbild). Bild: Heinz Diener

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Die Schulkinder packen dieses Wochenende ihren Thek und Turnsack für den Schulstart am Montag. Nur die Badehose und das Badetuch können sie in Buchs vorerst zu Hause lassen. Denn der Schwimmunterricht fällt ­während der ersten zwei Schul­wochen aus, möglicherweise sogar noch länger. Der Grund: Das Schwimmbecken im Schulhaus Zihl bleibt vorerst leer.

Durch die lange Trockenheit haben die Wasserreserven in der Gemeinde einen Tiefstand erreicht, sodass der Brunnenmeister Heinz Matter zum rigorosen Wassersparen aufrufen musste. Zu den Sparmassnahmen gehört auch, dass das Schulschwimm­becken vorerst nicht gefüllt wird. Die nötige Wassermenge für ein volles Becken ist beachtlich: Es fasst 320 Kubikmeter, was einem Jahresverbrauch von zwei Ein­familien­häusern entspricht.

Ob ab der dritten Schulwoche, das heisst ab 3. September, der Schwimmunterricht stattfinden kann, bleibt unklar. Matter überwacht die Wasserreserven der Gemeinde laufend. «Wir haben im Normalfall gute Reserven, aber wenn die Trockenheit allzu lange dauert, müssen wir eingreifen», sagt der Fachmann.

Der Regen genügt noch nicht

Nach dem Regen der vergangenen Woche habe sich die Lage zwar mittlerweile entspannt, räumt Matter ein. «Aber aus Sicher­heitsgründen belassen wir die Wassersparmassnahmen, die wir via Plakat und über die Homepage der Gemeinde kommuniziert haben.» Das heisst konkret: kein Bewässern von Rasenflächen, kein Autowaschen, kein Abspritzen von Plätzen und eben auch: kein Auffüllen von Schwimmbädern. Zudem empfiehlt die Gemeinde, die Pflanzen in Gemüse- und Ziergärten nur noch gezielt zu bewässern und den Einsatz von Sprengern zu vermeiden.

Wasser aus dem Zürichsee

Woher kommt denn das Wasser in Buchs? 10 Prozent stammen aus gemeindeeigenen Quellen, den Rest bezieht die Gemeinde als eine Option von 3300 Kubikmetern pro Tag von der Gruppenwasserversorgung Furttal. Meist handelt es sich dabei um Wasser aus dem Zürichsee.

In Buchs verbrauchen die ­Gemüsebaubetriebe allein zwei Drittel des kostbaren Nasses. Sie tragen somit zur kritischen Lage bei, denn gerade bei Hitze verbrauchen sie mehr Wasser als üblich. Nicht betroffen von der Wasserknappheit sind die meisten Brunnen im Dorf. Dort fliesst Wasser aus vom Wassernetz getrennten Quellen. Einzig dem Brunnen an der Meierwiesenstrasse musste Matter den Hahn zudrehen, weil er ans Wassernetz angeschlossen ist.

Noch ist keine längere Regenperiode in Sicht. Darum ruft Matter weiterhin alle Wasserverbraucher zum sparsamen Umgang auf. Natürlich werde er so rasch wie möglich grünes Licht zum Einlassen geben. Doch dann dauert es nochmals eine Woche, bis der Schwimm­unterricht starten kann. Dieser beginnt normalerweise in der zweiten Schulwoche, weil das Füllen und die chemische Behandlung des Wassers eine ganze Woche dauern.

Keinen akuten Wassermangel verzeichnen die Nachbargemeinden Dällikon und Otelfingen. Hier stehen die Hallenbäder für den Schwimmunterricht bereit. Die Gemeinde Dänikon teilte am Mittwoch in ihrem Newsletter mit, dass sich die Wassersituation entschärft habe. Die Däniker Behörden raten aber wie die Buchser, weiterhin auf das Befüllen von Schwimmbädern zu ver­zichten.

Erstellt: 16.08.2018, 17:35 Uhr

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