Bülach

Sein erster Beruf weckte den Künstler in ihm

Ein Jahr lang die Skulpturen von Markus Heydecker den Chilehügel vor der reformierten Kirche beleben. Gestern wurden sie installiert. Die Vernissage ist am 4. April.

Markus Heydecker bezeichnet sich lieber als Sculpteur, denn als Bildhauer. Das passe besser zu ihm.

Markus Heydecker bezeichnet sich lieber als Sculpteur, denn als Bildhauer. Das passe besser zu ihm. Bild: Olav Brunner

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Ein Lastwagen mit einem Kran brachte gestern die acht sorgfältig verpackten Schwergewichte zum Hügel vor der Kirche. Markus Heydecker legte selber Hand an, um seine Werke auf die vorbereitete Pattformen zu platzieren. Jeweils im April, werden die Skulpturen gewechselt und Jolanda Zimmer, die Präsidentin des Kulturzentrums Sigristenkeller, freut sich schon jetzt auf die Vernissage am 4. Mai um 18 Uhr.

«In erster Linie schauen wir auf eine gute Qualität der ausgestellten Werke, daneben berücksichtigen wir vorzugsweise Künstler aus Bülach und Umgebung», erklärte sie die Auswahlkriterien. Die Präsentation der Skulpturen ist nur eine von 16 diesjährigen Veranstaltungen des Kulturzentrums Sigristenkeller.

Süsse Skulpturen

Markus Heydecker arbeitet seit fünf Jahren, zusammen mit anderen Künstlern, im Bülacher Atelier Herrenwies. Der 56-Jährige erlebte seine Jugend in Trüllikon im Zürcher Weinland und liess sich zunächst zum Bäcker-Konditor ausbilden. Schon als solcher schuf er süsse Skulpturen aus Schokolade und Marzipan. Nach Kursen in dreidimensionalem Gestalten besuchte er im deutschen Badenweiler ein zweijähriges Kunstpädagogen-Studium. Seit acht Jahren nun ist der in Rafz wohnende Heydecker freischaffender Künstler und Kursleiter für Bildhauerei und Gestaltung.

Erste grosse Ausstellung

Die ausgestellten sieben Werke auf dem Chilehügel fertigte Heydecker ausschliesslich für diese Ausstellung an, zum Thema Metamorphose, Umgestaltung oder Verwandlung. «Alle Skulpturen haben einen Zusammenhang. Für die Betrachter sind sie offen, sie können sich selber vorstellen, woher und wohin», beschreibt er seine Werke. Es seien organische Skulpturen, «etwas das wächst».

Für Heydecker ist es die erste grosse Freiluft-Ausstellung. Damit die Werke unter den Wettereinflüssen keinen Schaden nehmen, wählte der Künstler Beton als Werkstoff, den er Schicht für Schicht auftrug. Markus Heydecker nennt sich Sculpteur, er findet diese Bezeichnung treffender als Bildhauer.

Bis zum nächsten April können Passanten rund um die Uhr eine kurze Pause einlegen, um seine Skulpturen auf dem Chilehügel zu betrachten ­– und sich vielleicht nach dem Wunsch des Künstlers Gedanken über das Woher und Wohin machen.

Erstellt: 12.04.2018, 15:05 Uhr

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