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Skirennen durch die Wiler Rebberge

Einen speziellen Event organisierte der Verein Lambo zum Zehn-Jahre-Jubiläum. Auf einer 300 Meter langen Piste sausten 101 Teilnehmer am Silvester den Hang hinunter. Der Applaus der rund 350 Zuschauer war ihnen sicher.

Ruth Hafner Dackermann
Vor dem Start zum Skirennen stand für alle Teilnehmer der Aufstieg zu Fuss durch den Wiler Rebberg.
Vor dem Start zum Skirennen stand für alle Teilnehmer der Aufstieg zu Fuss durch den Wiler Rebberg.
Francisco Carrascosa
Bei dem Rennen zählte nicht nur das Können auf der rutschigen Piste, bewertet wurde auch die Orginalität der Verkleidung.
Bei dem Rennen zählte nicht nur das Können auf der rutschigen Piste, bewertet wurde auch die Orginalität der Verkleidung.
Francisco Carrascosa
Am Start der 300 Meter langen Piste erhielten die Teilnehmer letzte Instruktionen.
Am Start der 300 Meter langen Piste erhielten die Teilnehmer letzte Instruktionen.
Francisco Carrascosa
Als einer der ersten wagte sich Rafael vom Team HC Wilermer Devils an die Abfahrt.
Als einer der ersten wagte sich Rafael vom Team HC Wilermer Devils an die Abfahrt.
Francisco Carrascosa
400 Kubikmeter Schnee von den Kunsteisbahnen Bülach, Kloten und Dielsdorf wurden über die Weihnachtstage angeliefert, um die Piste in den grünen Rebbergen zu bauen.
400 Kubikmeter Schnee von den Kunsteisbahnen Bülach, Kloten und Dielsdorf wurden über die Weihnachtstage angeliefert, um die Piste in den grünen Rebbergen zu bauen.
Francisco Carrascosa
Am Start machte sich Livio bereit, ein weiteres Mitglied des Teams HC Wilermer Devils.
Am Start machte sich Livio bereit, ein weiteres Mitglied des Teams HC Wilermer Devils.
Francisco Carrascosa
Für das Team Smiley begab sich Noemi auf die Piste, die vorgängig mit einem Traktor präpariert wurde.
Für das Team Smiley begab sich Noemi auf die Piste, die vorgängig mit einem Traktor präpariert wurde.
Francisco Carrascosa
Joline nahm als nächste Fahrerin des Teams Smiley die rasante Schussfahrt in Angriff....
Joline nahm als nächste Fahrerin des Teams Smiley die rasante Schussfahrt in Angriff....
Francisco Carrascosa
...gefolgt von Leonie mit der Helmkamera, ebenfalls für das Team Smiley.
...gefolgt von Leonie mit der Helmkamera, ebenfalls für das Team Smiley.
Francisco Carrascosa
Als flitzender Dino verkleidet, sauste Fabian mit seinem Snowboard den Hang hinunter.
Als flitzender Dino verkleidet, sauste Fabian mit seinem Snowboard den Hang hinunter.
Francisco Carrascosa
Stolz präsentieren Noelle (8) und Noemi (7) nach dem Rennen ihre Medaillen.
Stolz präsentieren Noelle (8) und Noemi (7) nach dem Rennen ihre Medaillen.
Francisco Carrascosa
Nach dem Kinderrennen machten sich die 87 angemeldeten Erwachsenen bereit für die Abfahrt durch den Rebberg.
Nach dem Kinderrennen machten sich die 87 angemeldeten Erwachsenen bereit für die Abfahrt durch den Rebberg.
Francisco Carrascosa
Engel und Teufel waren unter den Verkleideten auszumachen, ebenso...
Engel und Teufel waren unter den Verkleideten auszumachen, ebenso...
Francisco Carrascosa
wie das Team «Senile Bettflüchter», die mit Kissen besonders empfindliche Körperstellen zu schützen versuchten...
wie das Team «Senile Bettflüchter», die mit Kissen besonders empfindliche Körperstellen zu schützen versuchten...
Francisco Carrascosa
Im Zielgelände war die Stimmung schon vor dem Rennen ausgelassen...
Im Zielgelände war die Stimmung schon vor dem Rennen ausgelassen...
Francisco Carrascosa
...es wurde sich zugeprostet..
...es wurde sich zugeprostet..
Francisco Carrascosa
..und ein bisschen Mut für die 300 Meter lange Abfahrt angetrunken.
..und ein bisschen Mut für die 300 Meter lange Abfahrt angetrunken.
Francisco Carrascosa
Die Sanitäter waren ohne Arbeit, guter Laune und genossen die Sonnenstrahlen.
Die Sanitäter waren ohne Arbeit, guter Laune und genossen die Sonnenstrahlen.
Francisco Carrascosa
Neben den Rennteilnehmern hatten sich auch rund 350 Zuschauer eingefunden, die sich das Spektakel im Rebberg nicht entgehen lassen wollten.
Neben den Rennteilnehmern hatten sich auch rund 350 Zuschauer eingefunden, die sich das Spektakel im Rebberg nicht entgehen lassen wollten.
Francisco Carrascosa
Das Einhorn stärkte sich mit einem Getränk vor dem Rennen...
Das Einhorn stärkte sich mit einem Getränk vor dem Rennen...
Francisco Carrascosa
...während es im Festzelt Raclette für die Zuschauer und Teilnehmer gab.
...während es im Festzelt Raclette für die Zuschauer und Teilnehmer gab.
Francisco Carrascosa
Auch für die Erwachsenen begann das Rennen mit dem Aufstieg durch den Rebberg.
Auch für die Erwachsenen begann das Rennen mit dem Aufstieg durch den Rebberg.
Francisco Carrascosa
Weil die Mitglieder des Vereins Lambo, der eine Schneebar betreibt, gerne Skifahren, kam die Idee für ein Skirennen in Wil auf.
Weil die Mitglieder des Vereins Lambo, der eine Schneebar betreibt, gerne Skifahren, kam die Idee für ein Skirennen in Wil auf.
Francisco Carrascosa
Der Transport hatte mehr gekostet als der Schnee selber und wurde von den Bauern aus dem Dorf gesponsort.
Der Transport hatte mehr gekostet als der Schnee selber und wurde von den Bauern aus dem Dorf gesponsort.
Francisco Carrascosa
Die Fahrerinnen und Fahrer des Säulijäger-Teams hatten sich Faussdauben unter die Füsse geschnallt...
Die Fahrerinnen und Fahrer des Säulijäger-Teams hatten sich Faussdauben unter die Füsse geschnallt...
Francisco Carrascosa
..mit den sie mehr oder weniger sicher über die anspruchsvolle Piste mit bis zu 11 Prozent Gefälle steuerten.
..mit den sie mehr oder weniger sicher über die anspruchsvolle Piste mit bis zu 11 Prozent Gefälle steuerten.
Francisco Carrascosa
Kaspar Bosshard, der Präsident des Vereins Lambo freute sich über das gute Gelingen des Rennens, auf das man sich seit Februar 2017 vorbereitet hatte.
Kaspar Bosshard, der Präsident des Vereins Lambo freute sich über das gute Gelingen des Rennens, auf das man sich seit Februar 2017 vorbereitet hatte.
Francisco Carrascosa
Big Foot benötigte 29 Sekunden für seine rasante Abfahrt und stand anschliessend gerne für ein Selfie zur Verfügung.
Big Foot benötigte 29 Sekunden für seine rasante Abfahrt und stand anschliessend gerne für ein Selfie zur Verfügung.
Francisco Carrascosa
Sonja Bilang bei der Zieldurchfahrt auf ihrem Snowboard.
Sonja Bilang bei der Zieldurchfahrt auf ihrem Snowboard.
Francisco Carrascosa
So rassig unterwegs mit Rollator, dass....
So rassig unterwegs mit Rollator, dass....
Francisco Carrascosa
...der kurze Zielauslauf fast zu knapp wurde.
...der kurze Zielauslauf fast zu knapp wurde.
Francisco Carrascosa
Halb ins Ziel gestürzt, ist auch angekommen - und der Applaus der Zuschauer war jedem Teilnehmer sicher.
Halb ins Ziel gestürzt, ist auch angekommen - und der Applaus der Zuschauer war jedem Teilnehmer sicher.
Francisco Carrascosa
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Am Silvester um zwölf Uhr mittags ist es soweit – der Start für das Skirennen in Wil wird freigegeben. «Vorsichtig fahren, der Zielauslauf ist kurz», mahnt der Speaker und gibt gleich auch die Kriterien für die Bewertung bekannt. «Nicht nur die Zeit zählt, sondern auch die Verkleidung und der Untersatz.»

Während die 14 angemeldeten Kinder alles geben, um möglichst schnell unter dem Beifall des Publikums ans Ziel zu gelangen, erzählt Kaspar Bosshard, Präsident des Vereins Lambo, wie es zu diesem erstmaligen Skirennen kam. «Seit zehn Jahren betreibt unser Verein Lambo, der aus zwölf Mitgliedern besteht, eine Schneebar.» Zum Jubiläum habe man sich etwas Besonderes einfallen lassen. «Wir fahren alle gern Ski und gehen gern an Ski-Weekends – so entstand die Idee des Rennens vor Ort.» Seit Februar 2107 sei man am Vorbereiten.

400 Kubikmeter Schnee

400 Kubikmeter Schnee von den Kunsteisbahnen Bülach, Kloten und Dielsdorf wurden über die Weihnachtstage angeliefert, um das Rennen zu ermöglichen. Zwei Tage vor dem Event habe wurde mit dem Traktor die Piste gemacht und sie schliesslich mit der Kreiselegge für das Rennen präpariert. «Teurer als der Schnee selber war dessen Transport», sagt Bosshard. «Er wurde von Bauern aus dem Dorf gesponsert.»

Auch sonst durfte der Verein auf zahlreiche Sponsoren zählen, sonst wäre ein Anlass wie dieser nicht realisierbar gewesen. «Wir haben ein Budget von 28 000 Franken und wollen unter dem Strich eine Null schreiben.» Als Einnahmequellen sind sowohl die Startgebühren für die Teilnehmer zu verzeichnen, als auch der Gewinn aus den Konsumationen. «Der Zweck unseres Vereins ist die Förderung der Geselligkeit», erwähnt Bosshard mit einem Lachen.

Vom Ernstfall zur Angstkurve

Nach dem Kinderrennen gibt es eine lautstarke musikalische Einlage der Guggenmusik. Im Festzelt stärken sich die Gäste mit einem Raclette, bevor die 87 angemeldeten Erwachsenen, grösstenteils in Teams, sich für die Abfahrt bereit machen. 35 Meter Höhendifferenz gilt es zu bewältigen, elf Prozent Gefälle weist der steilste Hang auf. Die verschiedenen Abschnitte tragen schon fast Weltcup-verdächtige Namen:

Es geht vom Startschuss über den Ernstfall zur Angstkurve und über das Halb-S bis zum Bagätz-Schuss und dem Lamboplatz. Die Teilnehmer überbieten sich gegenseitig mit der Originalität der Verkleidungen. So streiten sich Teufel und Engel mit den Säulijägern und den Senilen Bettflüchtern um die Gunst der Jury und der Zuschauer, während sich Affe Big Foot mit Geheimniskrämerei umgeben. Ohne Namen und im Affenkostüm habe sich Ersterer am Vortag angemeldet, tuschelt man und werweisst, um wen es sich handeln könne.

Auch Big Foot gibt sich nicht zu erkennen. «Inkognito zu bleiben, macht es spannend», sagt er und erzählt, dass es in seiner 29 Sekunden dauernden Abfahrt erstaunlich gut gelaufen sei. «Überwältigend, wie die Zuschauer auf der Strecke mitgefiebert haben.» Für den «ZU» gibt er dann doch seine Identität bekannt. «Ich heisse Sämi Meier und komme aus Weiach», flüstert er augenzwinkernd.

Röbi Reif vom Säulijägerteam kommt zu Fuss ins Ziel gehumpelt. «Ein Ski ging verloren, der zweite nach einer scharfen Kurve und einem Salto», erzählt er lachend und deutet auf die wieder gefundenen uralten Skis, ausgeliehen von einem Weinbauern. Als Sieger des Tages mit 76 und 118 Sekunden stehen bei der Rangverkündigung am frühen Abend Bruno und Andrea Spühler aus Wil fest. Zeit plus Tenü sowie die Fahrt auf Fassdauben gaben den Ausschlag. Bis spät nachts darf im Festzelt zu DJ-Musik gefeiert werden. Wann das nächste Skirennen stattfindet, steht in den Sternen. Den Gästen wäre es recht, wenn sie nicht weitere zehn Jahre warten müssten.

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