Rümlang

Spitex Rümlang warnt vor Dieben, die sich als Mitarbeitende ausgeben

Vermeintliche Spitex-Mitarbeitende geben vor zu kontrollieren, wie es den Patienten geht. In der gleichen Zeit wird die Wohnung von Komplizen ausgeräumt.

Die fiese Masche der Spitex-Betrüger ist bei der Polizei bekannt.

Die fiese Masche der Spitex-Betrüger ist bei der Polizei bekannt. Bild: Henry Muchenbacher

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Das Vorgehen ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Diebe haben es neuerdings auf Patientinnen und Patienten der Spitex abgesehen. Ein aktuelles Beispiel gibt es aus der Gemeinde Rümlang. Vergangene Woche, als die Temperaturen in der Schweiz stellenweise über 35 Grad angestiegen sind, klingelte bei einer älteren Dame das Telefon. Am anderen Ende meldete sich eine vermeintliche Mitarbeiterin der Spitex.

Sie sagte, dass sie kontrollieren müsse, wie es den Patientinnen und den Patienten bei dieser Hitze geht. Nichtsahnend gewährte die Kundin der Frau wenig später Einlass in die Wohnung. Sie gingen gemeinsam in die Küche und blieben für einige Minuten dort. Nachdem die «Spitex-Mitarbeiterin» die Wohnung wieder verlassen hatte, stellte die Seniorin fest, dass in den anderen Räumen ihrer Wohnung die Schubladen durchwühlt wurden. Dann der Schock: Viele Schmuckstücke sowie Bargeld fehlten.

«Der letzte, ähnliche Vorfall hier in der Region liegt bereits über zehn Jahre zurück. Seither hatten wir Ruhe.»Stojanka Vujkovic, Leiterin Spitex Rümlang

Stojanka Vujkovic, Leiterin der Spitex Rümlang, sagt: «Die Polizei geht davon aus, dass mindestens zwei Leute in die Wohnung eingedrungen sind, während sich die Patientin mit der vermeintlichen Mitarbeiterin von uns in der Küche aufgehalten hat.» Die Täter seien sehr organisiert vorgegangen. Bisher blieb es bei diesem Einzelfall.

«Der letzte, ähnliche Vorfall hier in der Region liegt bereits über zehn Jahre zurück. Seither hatten wir Ruhe», sagt Vujkovic. Nun habe man bei der Spitex Rümlang verschiedene Massnahmen getroffen, um solche Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern. «Genauere Angaben will ich dazu nicht machen.» Grundsätzlich soll man niemanden, den man nicht kenne, in die Wohnung lassen. «Im Zweifelsfall kann man jederzeit unsere Zentrale anrufen», sagt Vujkovic.

Polizei trifft Massnahmen

Die Kantonspolizei Zürich hat ebenfalls Kenntnis über die Spitex-Masche der Diebe. Mediensprecher Florian Frei sagt: «Wir haben Massnahmen eingeleitet. Diese kann ich aus polizeitaktischen Gründen nicht näher erläutern.» Zudem sei es zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht möglich, ein genaueres Profil solcher Täterinnen und Täter herauszugeben.

Frei empfiehlt: «Im Grundsatz keine unbekannten Personen in die Wohnung lassen oder bei der Spitex nachfragen, bevor die Person in die Wohnung gelassen wird.» Wer die Diebe beim Stehlen beobachte, solle die Polizei informieren, ohne sich dabei einer Gefahr auszusetzen.

Erstellt: 08.07.2019, 00:46 Uhr

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