Rümlang

Sport, Musik, eine Graffitiwand – Rümlang fragt, was Jugendliche wollen

Eine Online-Umfrage soll Jugendliche dazu motivieren, mehr in der Gemeinde mitzureden und sie Zuhause aktiv mitzugestalten. Die Ergebnisse werden Ende März präsentiert.

Rümlang will genauer wissen, was Jugendliche sich für die Zukunft wünschen.

Rümlang will genauer wissen, was Jugendliche sich für die Zukunft wünschen. Bild: Herbert Zimmermann (Archivfoto)

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Konzerte, eine offene Sporthalle, bessere Busverbindungen und neue Vereine – wer Jugendlichen das Wort erteilt, was sie sich für die Zukunft der eigenen Gemeinde wünschen, erhält mitunter diese Antworten. So läuft es seit Kurzem in Rümlang. Gemeinderat, Gemeindeverwaltung und Jugendarbeit haben am 7. Januar eine Umfrage lanciert, in der 12- bis 25-jährige Rümlangerinnen und Rümlanger mitteilen können, wie sich die Gemeinde ihrer Meinung nach weiterentwickeln soll.

Angesprochen ist dieselbe Altersgruppe in Oberglatt – und welchen Pass die Jugendlichen haben, spielt keine Rolle. Das Vorhaben eröffnet deshalb auch jenen ohne Schweizer Bürgerrecht ein Sprachrohr. Die Gemeinden Rümlang und Oberglatt haben einen Ausländerinnen- und Ausländeranteil von je 29,8 respektive 36,9 Prozent.

Teilnehmen an Jugendsession

Ziel der Umfrage ist auch zu erheben, wie sehr Jugendliche in ihrem Umfeld bereits mitbestimmen können und wo sie sich mehr Unterstützung wünschen. Demzufolge können Teilnehmende angeben, welche politischen Beteiligungsmöglichkeiten sie bereits kennen – und inwiefern sie diese auch zu nutzen wissen.

Dazu könnte das Mitwirken in einer NGO, die Teilnahme an einer Jugendsession, der Besuch einer Podiumsdiskussion oder das Ausüben eines politischen Amtes gehören. Gefragt ist auch eine Einschätzung der Jugendlichen, ob sie ein Jugendparlament, einen Jugendrat, Angebote der Jugendarbeit oder auch Internet-Plattformen wie Easyvote nutzen würden. Die politische Einstellung bleibt bei den Fragen aussen vor.

Die Gemeinde Rümlang darf gespannt sein, was die Jugendlichen noch eingeben werden. In Bassersdorf lief im November 2018 eine ähnliche Umfrage, in der mitunter mehr öffentliche Flächen für Graffiti, längere Öffnungszeiten des Jugendtreffs und derselbe Eintrittspreis für Bassersdorfer Jugendliche in der Badi Nürensdorf gefordert werden. In Rümlang bleibt noch Zeit bis am 16. Februar, um an der Umfrage teilzunehmen.

Mehr Flächen für Graffiti

Das Projekt findet im Rahmen des Programms zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich statt, das zwischen 2018 und 2020 umgesetzt wird. Zusammen mit Bassersdorf, Hombrechtikon, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen zählt Rümlang zu den Pilotgemeinden, in denen die Strukturen und Praxen der Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene analysiert werden. Die Resultate werden in einem Bericht zusammengefasst und allen Kantonen zur Verfügung gestellt.

Die Umfrage ist im Internet unter www.engage.ch/umfrage/rümlang abrufbar. Interessierte können sich auch direkt an die Jugendarbeit wenden, zum Beispiel unter 044 817 30 04.

Erstellt: 13.01.2019, 15:31 Uhr

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