Kloten

Starkbaum ging voran

Kloten hat zum zweiten Mal in Folge in der Swiss League und vor eigenem Publikum verloren. Dem 4:5 gegen Langenthal liess der EHC ein 1:5 gegen La Chaux-de-Fonds folgen.

Klotens Stürmer Marco Lehmann scheitert einmal mehr an Christophe Bays. Der La-Chaux-de-Fonds-Goalie war seinem Team im Gegensatz zu seinem fehlerhaft agierenden Klotener Gegenüber Bernhard Starkbaum gestern Abend in der Swiss-Arena ein starker Rückhalt.

Klotens Stürmer Marco Lehmann scheitert einmal mehr an Christophe Bays. Der La-Chaux-de-Fonds-Goalie war seinem Team im Gegensatz zu seinem fehlerhaft agierenden Klotener Gegenüber Bernhard Starkbaum gestern Abend in der Swiss-Arena ein starker Rückhalt. Bild: Leo Wyden

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Vor 18 Jahren hatte der HC La Chaux-de-Fonds zum letzten Mal in einem Meisterschaftsspiel in Kloten gastiert. In jener Saison holte das Team nur gerade 12 Punkte, in Kloten gab es nichts zu gewinnen. 5:2 siegte der EHC, La Chaux-de-Fonds stieg am Ende der Saison wieder ab. Und seit dann gehört der ehemalige Serienmeister der zweithöchsten Klasse an.Vor 18 Jahren hiess der Klotener Goalie Reto Pavoni, die Gäste hatten ihre Ausländer zu Hause lassen müssen. Gestern hiess der Klotener Torhüter Bernhard Starkbaum. Und gestern gewann La Chaux-de-Fonds.

Auch, weil Starkbaum mit wenig gutem Beispiel seiner Mannschaft voranging. Die hatte zwar, erstmals in dieser Saison, ein «solides erstes Drittel hingelegt», wie Captain Steve Kellenberger sah. Aber mit dem Start zum zweiten Abschnitt war das vorbei. Cameron schoss kurz nach der blauen Linie, Starkbaum hatte freie Sicht – und liess den Puck passieren. Patrick Obrist traf wenig später zum 1:1. «Doch im zweiten Drittel haben wir zu wenig clever gespielt», musste Trainer André Rötheli erklären. Edson Harlacher stand als Beispiel dafür. Statt abzusichern, öffnete er den Gegnern den Raum zum Konter. Stämpfli verwertete den Querpass, weil Starkbaum schon viel zu früh aus der Position war.

2. ausländischer Feldspieler?

Nur 17 Sekunden war das dritte Drittel alt, als der Puck schon wieder im Klotener Tor lag. Coffman verwertete ein Zuspiel von Carbis, Starkbaum wusste nicht, wo die Scheibe war. Zum vierten Tor gab Starkbaum den Pass: Er eilte aus dem Gehäuse, um eine Scheibe zu spielen, verlor sie aber an Augsburger, der ins leere Tor schiessen konnte. Beim letzten Gegentreffer hatte Starkbaum einem sechsten Feldspieler Platz gemacht.

Bei solchen Leistungen des Österreichers muss man sich nicht wundern, wenn da Gedanken an einen zweiten ausländischen Feldspieler aufkommen. In der momentanen Verfassung des Goalies wäre dem Team mit einem Schweizer Schlussmann und einem zweiten Stürmer (oder Verteidiger) mit ausländischem Pass sicher mehr gedient.

Zumal es sich gegen La Chaux-de-Fonds einmal mehr gezeigt hat: Die jungen Klotener Spieler haben mit der Physis der gestandenen Swiss-League-Mannschaften ihre Mühe. In Sachen Zweikampfhärte und Abgeklärtheit müssen sie noch einiges zulegen.

Routiniers sind gefordert

Aber es wäre falsch, die Niederlage nur am Goalie und an den Jungen festzumachen. Es sind auch die gestandenen Spieler angehalten, ihre Fehler zu reduzieren, mehr für die Mannschaft zu arbeiten. Die Routinier-Linie mit Sutter, Monnet und Brunner war zwar gestern besser aus auch schon. Doch dieses Team braucht endlich wieder mal einen Treffer aus einem andern als aus dem ersten Block. Die Chancenauswertung war im ersten Abschnitt, als die Möglichkeiten noch da waren, zu wenig gut.

«Mit einem Tor kann man nicht gewinnen», sagte Trainer André Rötheli. Er hofft, dass diese Partien den wichtigen Teil zum Entwicklungsprozess im Team beitragen. «Jeder muss wissen: Ich muss arbeiten.» Es brauche offenbar noch eine gewisse Zeit, aus einigen Köpfen das rauszuwaschen, was noch immer vorhanden ist: «Uns kann nichts passieren, wir kommen aus der National League.» Die Realität sieht anders aus. Sie heisst Thurgau am Freitag, Winterthur am Sonntag. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 09.10.2018, 23:45 Uhr

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