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Volle Bücher bei Bucher

Bucher Industries hat am Mittwoch die Zahlen des Berichtsjahrs 2017 vorgelegt. Man habe «erfreulich» abgeschlossen, heisst es aus dem Wehntal. Dafür verantwortlich sind stabile Preise bei Milch und Vieh sowie investitionsfreudige Kommunen.

Alle Divisionen der Bucher Industries hätten 2017 zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen, schreibt der Konzern.
Alle Divisionen der Bucher Industries hätten 2017 zur positiven Umsatzentwicklung beigetragen, schreibt der Konzern.
David Kueenzi

Mehr Aufträge, mehr Mitarbeiter, mehr Umsatz. Der Maschinen- und Fahrzeugbauer Bucher Industries hat das Resüme des Berichtsjahrs 2017 veröffentlicht und verzeichnet in den verschiedenen Unternehmensbereichen wachsende Zahlen. So stieg der Nettoumsatz des Konzerns gemäss Mitteilung von knapp 2,4 Milliarden auf gut 2,6 Milliarden Franken. In demselben Jahr stieg die Anzahl der Mitarbeiter von gut 11 000 auf über 12 000 an. Noch liegt das definitive Konzernergebnis von 2017 nicht vor, diese Zahlen werden jeweils Anfang März kommuniziert.

Die aktuelle Mitteilung nimmt aber vorweg, dass man mit einer «verbesserten Betriebsgewinnmarge» und mit einer «deutlichen Zunahme des Konzernergebnisses» rechnet. Im Verlaufe des vergangenen Jahres habe die Nachfrage nach den spezialisierten Produkten der Firma «markant zugelegt», heisst es weiter. Der Landmaschinenhersteller Kuhn Group konnte sich als grösste der Divisionen auf eine gewisse Stabilität im Marktumfeld verlassen.

«Die letztmals Ende 2016 angestiegenen Preise in der Milch- und Viehwirtschaft blieben 2017 auf gutem Niveau stabil und führten zu einer Erholung des Marktes für Landtechnik», heisst es in der Zusammenfassung. Die gestiegenen Preise für Milch und Fleisch in Europa hätten die Nachfrage nach Maschinen für die Futterernte und Fütterungstechnik angekurbelt. Weil sich der Ackerbau allerdings weiterhin tiefen und volatilen Preisen ausgesetzt sehe, seien etwa die Landwirte in Nordamerika eher zurückhaltend gewesen, was Investitionen angehe.

Die Kommunen investieren

Auch der Unternehmensteil Bucher Municipal weist gegenüber dem Vorjahr durchs Band höhere Werte aus. Die Tatsache, dass man mehr Kommunalfahrzeuge hat absetzen können, führen die Verantwortlichen darauf zurück, dass konjunkturelle Verbesserungen zu grösseren Investionen in den Kommunen geführt haben. Vor allem eine erhöhte Nachfrage nach 4-Kubikmeter-Kehrfahrzeugen, Grosskehrfahrzeugen sowie Müllfahrzeugen liess den Auftragseingang anwachsen. Ebenfalls als «sehr erfreulich» vermerkt Bucher Industries die Enwicklungen auf de Markt für hydraulische Systemlösungen und Komponenten (Bucher Hydraulics). Und auch die übrigen Geschäftsfelder verbuchen Steigerungen im Nettoumsatz (siehe Kasten).

Optimismus für 2018

Für das laufende Jahr geht der Konzern davon aus, dass die verbesserten Bedingungen in der Milch- und Viehwirtschaft anhalten werden. Auch wenn bei Ackerbauerzeugnissen die Unsicherheiten hinsichtlich der Preise wegen der hohen Lagerbestände und der guten Ernten bestehen blieben, gibt man sich beim Konzern optimistisch.

In der Summe prognostiziere man für die Kuhn Group weiterhin ein Umsatzwachstum und eine verbesserte Betriebsgewinnmarge. Auch bei den Kommunalfahrzeugen soll der Umsatz 2018 ansteigen. Dies insbesondere aufgrund des hohen Auftragsbestandes bei den Kehrfahrzeugen für Europa und bei den Müllfahrzeugen für Australien. Mit einer «anhaltend erfreulichen Nachfrage» fasst Bucher Industries auch die Perspektive für Bucher Hydraulics zusammen. Dem Preisdruck und den höheren Kosten für die Forschung und Entwicklung zum Trotz würde sich die Gewinnmarge des Betriebs auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

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