Stadel

Steuerfuss soll trotz Defizit sinken

Der Stadler Gemeinderat will den Steuerfuss von 42 auf 39 Prozent senken.

Bei einer Senkung von 3 Prozentpunkten wäre der Gesamtsteuerfuss von Stadel bei 110 Prozent.

Bei einer Senkung von 3 Prozentpunkten wäre der Gesamtsteuerfuss von Stadel bei 110 Prozent. Bild: Florian Schaer

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Budgets, ein Kredit und die neue Gemeindeordnung: Das ist nur ein Ausschnitt aus der Stadler Gemeindeversammlung vom Montag, 9. Dezember. Dann werden die Stadlerinnen und Stadler über eine Reihe wichtiger Geschäfte der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde abstimmen müssen. Dabei fallen vor allem zwei Anträge auf: die Senkung des Steuerfusses der Politischen Gemeinde und ein Projektierungskredit für den Neubau des Stadlerturms.

Stadel weist im Budget 2020 bei einem Aufwand von rund 9,1 Millionen Franken ein Defizit von knapp 400000Franken auf. Dieses Minus wird dem Eigenkapital entnommen, welches per Ende 2019 noch rund 10,9Millionen Franken betragen wird. Weiter will die Politische Gemeinde auch ihren Steuerfuss von 42 Prozent im Vorjahr auf 39senken. Bleibt die Primarschule bei ihrem Steuerfuss von 49Prozent, würde das zusammen mit der Oberstufenschule total 110 Prozent ergeben.

Details zum Budget und wieso der Steuerfuss trotz Defizit um 3 Prozentpunkte gesenkt werden soll, wird der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung erläutern. Weil Stadel an der Urne über die neue Gemeindeordnung abstimmen muss, wird der Gemeindeversammlung im Voraus ein Entwurf vorgelegt und darüber beraten. Der Entwurf ist bereits auf der Website der Gemeinde ersichtlich. Ein Urnentermin steht allerdings noch nicht fest.

Wahrzeichen von Stadel

Der mögliche Neubau des Stadlerturms könnte hohe Kosten für die Gemeinde mit sich ziehen. Die Thematik sorgte bereits an der Gemeindeversammlung vom Juni für beherzte Diskussionen. Damals erklärte der Gemeinderat, dass das Wahrzeichen Stadels mit den Jahren sanierungsbedürftig geworden ist. Für 30000Franken könne man den Turm zwar bis ins Jahr 2022 weiterbetreiben, danach würden aber wiederkehrende Sanierungskosten aufkommen. Ein kompletter Ersatz des Turms scheint unumgänglich zu sein.

Viele der Anwesenden sprachen sich für eine längerfristige Lösung des Problems aus. Der Stadlerturm habe grossen emotionalen und historischen Wert. Der Gemeinderat nahm darauf das Projekt in Angriff. Damit der Bau nun lanciert werden kann, wird ein Projektierungskredit von 70000Franken beantragt. Dieser Betrag ist inbegriffen inden Gesamtkosten von rund 550000Franken. Angelehnt an ähnliche Projekte erwartet der Gemeinderat, dass mindestens 150000Franken über Sponsoren finanziert werden können.

Verkauf von Liegenschaften

Die Primarschulpflege bean-tragt die Genehmigung des Budgets 2020 mit einem Aufwand von rund 4,1 Millionen Franken undeinem Minus von fast 60000Franken. Sie wird den Anlass ebenfalls nutzen, um über diverse Themen zu informieren. Neben den steigenden Kosten für sonderpädagogische Massnahmen fällt die Raumplanung stark ins Gewicht. Im Hinblick auf die steigenden Schülerinnen- und Schülerzahlen plant die Primarschule einen Erweiterungsbau für über 900000Franken. In diesem Zusammenhang stehen zwei weitere Traktanden: Weil das Schulhaus ausgebaut werden muss, will man zwei Lehrerhäuser an der Stäglistrasse verkaufen.

Erstellt: 06.12.2019, 17:56 Uhr

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