Regensdorf

Surfpark-Abstimmung verzögert sich

Die Abstimmung über den Surfpark verzögert sich voraussichtlich um ein Jahr. Schuld ist das Einzonungs-Moratorium des Bundes. Die Vorbereitungen laufen dennoch weiter.

In Regensdorf soll ein Wellensee zum Surfen inmitten eines Erholungsparks entstehen.

In Regensdorf soll ein Wellensee zum Surfen inmitten eines Erholungsparks entstehen. Bild: PD

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Die Regensdorfer Gemeindeversammlung darf nicht im Dezember über den Gestaltungsplan zum Surfpark abstimmen. Denn dadurch würde sie die Festsetzung der Zone im Richtplan beschliessen. Und dies ist verboten, solange das Moratorium für Einzonungen im Kanton Zürich besteht. Der Einzonungsstopp wurde vom Bund verfügt. Die Abstimmung muss voraussichtlich um ein Jahr verschoben werden.

Pascal Brotzer, Initiant des Surfparks und Gründer des Vereins Waveup, sieht in der Verzögerung auch Vorteile. Obschon der Baustart später erfolge, habe man nun Zeit für eine zweite Vorprüfung. Will heissen: Waveup kann die Unterlagen zum Gestaltungsplan zweimal vom Kanton prüfen lassen und beanstandete Punkte aufarbeiten. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Gestaltungsplan schliesslich genehmigt wird.

«Das ist wahrscheinlich effizienter, als wenn wir nach einer Vorprüfung den Gestaltungsplan im Dezember zur Abstimmung gebracht hätten», sagt Brotzer. Waveup werde die Unterlagen zum Gestaltungsplan Ende Sommer dem Kanton zur ersten Vorprüfung einreichen.

Derweil laufen die Vorbereitungen für das Grossprojekt weiter: Diese Woche hat man Bodenproben vor Ort genommen. «Wir wollen zum Beispiel wissen, ob wir den Aushub vom See eins zu eins für die Modellierung der Hügel im Park verwenden können», sagt Brotzer.

Kanton hat Frist verpasst

Aber zurück zum Moratorium und worum es dabei geht. Wo Land eingezont oder umgezont wird, darf mehr gebaut werden. Dort steigen also die Grundstückswerte. Auf der anderen Seite steigen für die Gemeinden aber die Kosten, sie müssen ihre Infrastruktur für das Bevölkerungswachstum ausbauen.

Eine faire Aufteilung dieses so genannten planerischen Mehrwerts zwischen Privaten und Öffentlichkeit ist also nötig, um die Verdichtung zu finanzieren. Der Kanton Zürich hat es aber verpasst, fristgerecht eine Regelung für den Ausgleich des planerischen Mehrwerts zu treffen.

Deshalb hat der Bund am 1. Mai Einzonungen gestoppt, solange der Mehrwertausgleich im Kanton Zürich nicht geregelt ist.

Nun hat sich der Kantonsrat zwar zu einem Kompromiss durchgerungen. Doch das Moratorium des Bundes gilt so lange, bis das Mehrwertausgleichsgesetz in Kraft ist, was voraussichtlich Ende 2020 wird.

Laut Gemeindepräsident Max Walter dürfte die Umzonung von Landwirtschafts- in Erholungszone, wie dies beim Surfpark der Fall ist, nicht vom Moratorium betroffen sein: «Absurderweise hat der Bund definiert, dass das Moratorium auch für Erholungszonen gilt, obwohl das Bundesgericht genau das Gegenteil sagt.»

Erstellt: 05.07.2019, 17:46 Uhr

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