Regensdorf

Surfpark-Initiant aus gutem Haus

Der geplante Surfpark wird privat finanziert. Genaue Angaben machen die Verantwortlichen noch keine. Der Verwaltungsratspräsident der Waveup Creations AG ist ein Nachkomme des Geberit-Gründers.

Aus Grün mach Blau: Der Surfpark soll hier, in der Umgebung der Sportanlage Wisacher zu stehen kommen.

Aus Grün mach Blau: Der Surfpark soll hier, in der Umgebung der Sportanlage Wisacher zu stehen kommen. Bild: Urs Brunner (Archiv)

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In knapp drei Wochen muss der geplante Regensdorfer Surfpark eine entscheidende politische Hürde nehmen. Der Gemeindeversammlung wird am 25. März die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung vorgelegt. Ohne Zustimmung kann nicht gebaut werden.

Klar ist: Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 25 bis 30 Millionen Franken. Zu einer Erhöhung des Steuerfusses in Regensdorf wird der Bau sicher nicht führen, da es sich um ein rein privat finanziertes Projekt handelt. Pascal Brotzer, Mitglied des Verwaltungsrates der Waveup Creations AG, sagt: «Rund ein Drittel des Projekts ist finanziert. Genauere Angaben möchten wir zurzeit nicht machen.» Es sei ihm aber ein grosses Anliegen, die Investoren mit Bedacht zu wählen: «Sie und ihre Firmen sollen möglichst mit den Werten und der Philosophie unseres Freizeit- und Surfparks übereinstimmen. Deshalb suchen wir langfristig denkende Partner und keine Investoren, die auf schnelle Gewinne aus sind.»

«Meine Familie ist weit verzweigt und hat zum Teil sehr unterschiedliche Interessen, sodass es falsch wäre, sie mit dem Projekt in Regensdorf in Verbindung zu bringen.»Cyrill Gebert

Seit rund fünf Jahren ist Cyrill Gebert Teil des Projekts Waveup-Surfpark. Brotzer: «Mit seinem juristischen Background war und ist er stets ein wichtiger Bestandteil unseres Teams.» Der 33-Jährige amtet als Verwaltungsratspräsident der Waveup Creations AG. Er ist ein Nachkomme einer wohlhabenden Familie aus Rapperswil-Jona. In der «Bilanz» heisst es zu dieser: «Den Durchbruch schaffte die Spenglerei Gebert und Söhne im Jahr 1905. Damals gelang Albert Gebert die Serienproduktion des ersten mit Blei ausgeschlagenen WC-Spülkastens aus Holz.» Die Firma – heute Geberit AG – stieg unter der dritten Generation zum europäischen Marktführer auf. Heinrich und Klaus Gebert verkauften sie im Jahr 1997 wegen Nachfolgeproblemen für 1,8 Milliarden Franken.

Cyrill Gebert ist der Enkel des 1998 verstorbenen Klaus Gebert. Er sagt: «Meine Familie ist weit verzweigt und hat zum Teil sehr unterschiedliche Interessen, sodass es falsch wäre, sie mit dem Projekt in Regensdorf in Verbindung zu bringen.» Er ergänzt: «Beim Waveup-Surfpark sowie beim Aufbau der Management-Firma Waveup Creations AG handelt es sich um meine Herzensangelegenheiten, in die bereits unzählige Arbeitsstunden und Kapital geflossen sind.» Dass sein angesehener Familienname dem Projekt in puncto Glaubwürdigkeit nicht schadet, dürfte dem Jungunternehmer und Juristen allerdings durchaus bewusst sein.

Erstellt: 05.03.2019, 11:37 Uhr

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