Flughafen

Tierische Begleitung im Flugzeug hilft

Tiere können auf Flugreisen Menschen helfen mentalen Stress abzubauen. Auf Swiss-Flügen in die USA fliegen Hunde mit spezieller Bescheinigung gar gratis in der Kabine mit.

Katzen dürfen bei der Swiss bis 8 Kilo Gewicht in einer Transportbox in der Kabine reisen. Als «mentale Unterstützer» sind bei der Schweizer Fluglinie nur Hunde ausserhalb einer Box im Passagierraum zugelassen. Innerhalb der USA gelten dazu ganz eigene Gesetze.

Katzen dürfen bei der Swiss bis 8 Kilo Gewicht in einer Transportbox in der Kabine reisen. Als «mentale Unterstützer» sind bei der Schweizer Fluglinie nur Hunde ausserhalb einer Box im Passagierraum zugelassen. Innerhalb der USA gelten dazu ganz eigene Gesetze.

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Reisen sind oft mit Strapazen verbunden. Besonders Flugreisen bringen manche Menschen zudem an ihre emotionalen Grenzen. In solchen Fällen können Tiere weiterhelfen. In den USA ist das Mitführen eines «Emotional Support Animal», also eines Tiers zur emotionalen Unterstützung, gesetzlich klar geregelt. Dort reisen Tiere aller Art quasi als lebendes Beruhigungsmittel gratis und franko in der Flugzeugkabine mit. Da steht dann auch schon mal ein Schweinchen oder gar ein Mini-Pony in einer Sitzreihe zwischen den Knien eines Passagiers.

Auch auf Flügen ab Kloten kann es passieren, dass tierische Begleiter in der Kabine sitzen. Das gilt auch auf Amerikaflügen der Swiss. Sie gestattet es allerdings nur Hunden, die emotionale Unterstützung leisten können, kostenlos mitzufliegen. «Dies kommt durchaus öfters vor, genaue Zahlen kommunizieren wir grundsätzlich nicht», schreibt eine Swiss-Sprecherin auf Anfrage. Passagiere müssten hierfür eine Bescheinigung vorlegen können.

Während sonst 8 Kilo das obere Limit darstellt, so gilt für Schutz- und Assistenzhunde keine Grössen- und Gewichtsbeschränkung. In die USA reisen sie dabei nicht nur gebührenfrei in der Kabine mit, ihr besonderer Status ermöglicht es ihnen auch, dass sie nicht in einem Transportbehälter sitzen müssen. Dies ist ansonsten Pflicht.

Tiere dürfen nicht stören

«Hunde, die emotionale Unterstützung leisten und in der Kabine transportiert werden, müssen bequem in den Beinraum vor dem Halter passen und dürfen die Besatzung oder andere Passagiere weder durch ihre Grösse noch durch ihr Verhalten behindern oder belästigen», schreibt die Swiss vor.

Alle anderen, grösseren Tiere müssen in den Frachtraum. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA schreibt hierfür stabile Boxen vor. Das Tier muss darin in natürlicher Haltung stehen, sitzen, liegen und sich umdrehen können. Ein Wassernapf und Aufsaugmaterial sind obligatorisch. Es ist wichtig, die gewählte Fluggesellschaft rechtzeitig über den geplanten Tiertransport zu informieren.

Als Fracht reisende Tiere werden am Flughafen Zürich vor der Ein- und Ausreise oder im Transit artgerecht betreut. Dafür sorgen vier Mitarbeitende des Fachbereichs Tierpflege fast rund um die Uhr. Sie waren 2018 für rund 5000 Tiersendungen verantwortlich. (cwü/sda)

Erstellt: 22.07.2019, 18:21 Uhr

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