Glattal

Trotz Problemen kommt Publibike ins Glattal

Ab dem 5. September können die Velos und E-Bikes von Publibike auch in Kloten, Opfikon, Wallisellen und Dübendorf genutzt werden.

180 Velos sollen Ende Sommer in Kloten, Opfikon, Wallisellen und Dübendorf stationiert werden. Bild: Archiv

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Eigentlich wäre die Sache ganz einfach: Mit dem Handy das Velo entsperren und dann losradeln. Dennoch tut sich Publibike, der Veloverleih von Postauto Schweiz, immer noch schwer. Vor kurzem liess der Verwaltungsrat der Post verlauten, er sei auf der Suche nach Partnern, um «das sehr beliebte, aber bislang defizitäre Angebot auf eine gesunde wirtschaftliche Basis» zu stellen. Bislang betreibt Postauto acht Verleihnetze mit 400 Stationen und über 4000 Velos – die meisten davon sind in den Städten Zürich und Bern anzutreffen.

Nun sollen die schwarzen Leihräder – trotz widrigen Umständen – auch in Kloten, Opfikon, Wallisellen und Dübendorf aufgestellt werden. Am 5. September geht es los. «Wir machen mit Publibike im Rahmen der bestehenden Verträge weiter», sagt Mediensprecherin Katharina Merkle. Dort wo es Sinn mache, werde man das Angebot auch weiter ausbauen. «Dazu zählen insbesondere die Agglomerationen von Zürich und Bern.». Die Nachfrage nach den Leihrädern sei vorhanden, in Zürich und Bern gingen die täglichen Fahrten in die Tausende. Allerdings sei es weltweit schwierig, Bikesharing gewinnbringend zu betreiben.

«In grösseren Städten ist es aussichtsreicher, den Dienst gewinnbringend anzubieten. Kleinere Gemeinden müssen sich finanziell beteiligen.»Katharina Merkle, Mediensprecherin

Anders als in den grossen Städten, erhält Publibike im Glattal einen finanziellen Zustupf von den Kommunen. Jede Stadt oder Gemeinde bezahlt einen Jahresbeitrag von rund 20000 Franken. «In den grossen Städten ist es aussichtsreicher, den Dienst gewinnbringend anzubieten, beispielsweise über Werbung an den Velos», erklärt Merkle. Kleinere Gemeinden müssten sich aber finanziell beteiligen.

Im Glattal wird es künftig 18 Leihstationen mit insgesamt 180 E-Bikes und Fahrrädern geben. Sie gelten als eine Erweiterung des stadtzürcher Netzes, dessen Fortbestand vertraglich bis 2023 gesichert ist. Die genauen Standorte wird Publibike erst im September kommunizieren. «Sicher an zentralen, neuralgischen Stellen», sagt Merkle.

So funktioniert das Ausleihen der Publibikes.

Mit der Ausweitung ins Glattal entsteht ein vollständig durchgängiges System für das ganze Gebiet Zürich und Zürich Nord. So kann ein Kunde mit demselben Fahrrad beispielsweise ab Oerlikon zum Flughafen, von Dübendorf ins Glattzentrum oder von Schwamendingen in den Innovationspark in Dübendorf fahren. Denn die Publibikes können nur an markierten Standorten ausgeliehen und zurückgebracht werden. Für das Benutzen braucht es eine App auf dem Telefon. Ohne Jahresabo kosten die ersten 30 Minuten pro Fahrt mit dem E-Bike 4.50 Franken, danach jede zusätzliche Minute 10 Rappen. Wer auf den Elektroantrieb verzichtet, bezahlt 3 Franken und danach 5 Rappen. Mit einem Jahresabo wird es entsprechend günstiger.

Erstellt: 19.07.2019, 16:47 Uhr

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