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Trump entdeckt das Unterland

Am Donnerstag soll Donald Trump planmässig in Zürich landen. Lassen wir doch Fantasie walten: Man stelle sich vor, der Präsidentenmaschine fliegen Vögel ins Triebwerk, und dies verunmöglicht eine Landung in Kloten. Den Piloten bleibt dann als letzter Ausweg eine Notwasserung im Katzensee. Ganz à la Kapitän Chesley B. Sullenberger, der sein Flugzeug auf dem Hudson Riverin New York notlandete.

Und hier noch in bewegten Bildern (Video: Flavio Zwahlen/mcp)

Nun rudert Donald Trump mit seinem Gummiboot, das er zufällig in seinen Koffer gepackt hat, ans Ufer beim Restaurant Waldhaus. Die Menükarte gefällt ihm aber gar nicht. Dem US-Präsidenten fällt ein Werbeplakat auf: «McDonald’s, 500 Meter ­geradeaus» heisst es dort. Ein Glück, dass ein gelber Pfeil die Richtung anzeigt. Den Begriff Meter hat Trump nämlich noch nie gehört. Jedenfalls betritt er wenige Minuten später das Fast-Food-Restaurant in Regensdorf. Der lange Flug hat ihn hungrig gemacht. Anders lässt sich nicht erklären, warum er sich vier Cheeseburger bestellt.

Der Secret Service hat in der Zwischenzeit ganz Zürich abgesperrt und abhörsicher gemacht. Die Suche nach dem verschwundenen Präsidenten läuft auf Hochtouren. Aber dieser scheint die Ruhe zu geniessen und mampft gemütlich seine Burger, die er übrigens zuerst mit Dollars bezahlen wollte, ehe er sich für die Kreditkarte entschied.

Donald Trumpzückt sein Smartphone. Die 250 verpassten Anrufe seiner Sicherheitsangestellten wischt er uninteressiert weg und öffnet die Google-Maps-App, um zu erfahren, wo er sich eigentlich genau befindet. «Nice place», denkt er sich und entdeckt auf dem Satellitenbild sogleich den Golfplatz in Otelfingen. Ein bisschen Bewegung schadet sicher nicht. Zum Erstaunen von Trump funktioniert hier sogar seine Uber-App.

Also steigt er in den Seat Alhambra, den er sich bestellt hat, und wundert sich, dass er diese Automarke zuvor noch nie gesehen hat. Ein richtiges Gespräch will auf der Fahrt nach Otelfingen nicht aufkommen, da der Fahrer mit dem Namen Selcuk weder Englisch versteht geschweige denn spricht.Der Präsident geniesst seine18-Loch-Runde in vollen Zügen.

Nun aber Schluss mit Freizeit. Schliesslich ist Trump in der Schweiz, um am WEF in Davos eine Rede zu halten. Selcuk, der auf dem Parkplatz des Golfparks gewartet hat, chauffiert den ­Präsidenten nach Graubünden. Trump ist zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst, dass er ennet des Atlantiks eine Staatskrise ausgelöst hat. Bleibt zu hoffen, dass die Vögel wissen, welcher Gefahr sie ausgesetzt sind und an der Air Force One vorbei­fliegen. Ansonsten heisst es bald: «Make Unterland Great Again».

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