Eigental

Über 1000 Verkehrssünder im Eigental erwischt

Die Bussgelder werden fliessen: Die Kameras im Eigental haben während der Sperrung über 1000 unberechtigte Durchfahrten registriert. Seit der Öffnung der Strasse scheint das System Wirkung zu zeigen.

Der Verkehr rollt wieder durch das Eigental. Während der Sperrung wurden über 1000 unberechtigte Durchfahrten registriert.

Der Verkehr rollt wieder durch das Eigental. Während der Sperrung wurden über 1000 unberechtigte Durchfahrten registriert. Bild: Leo Wyden

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Seit einem guten Monat braust der Verkehr wieder durch das Eigental. Täglich nutzen rund 1000 Fahrzeuge die direkte Verbindung zwischen Nürensdorf und dem Embrachertal, die meisten davon in den Stosszeiten. Die Strasse war aufgrund ihres schlechten Zustandes für viereinhalb Jahre für den motorisierten Verkehr gesperrt gewesen. In einem langwierigen Prozess wurde in dieser Zeit gemeinsam mit verschiedenen Interessenvertretern ein Kompromiss zwischen Mobilität und Naturschutz ausgehandelt. Denn das Tal ist ein bedeutender Lebensraum für Amphibien. Nach behelfsmässigen Belagsarbeiten wurde die Strasse am 2. August wieder eröffnet.

Erst halb so viel Verkehr

Das derzeitige Verkehrsaufkommen ist erst etwa halb so gross wie vor der Sperrung, wobei genaue Zahlen von früher fehlen. Heute registrieren Kameras an beiden Enden der Strasse sämtliche Fahrten. Gemäss neuem Verkehrsregime dürfen nur Personenwagen passieren. Bisher seien etwa 14 Lastwagen erwischt worden, welche die Strasse trotz Verbot benutzen, sagt Marc Osterwalder, Leiter Bereich Lebensraum und Sicherheit der Stadt Kloten. Nicht überprüft wurde bis jetzt, ob die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 Kilometern pro Stunde eingehalten wird; früher galt auf der Eigentalstrasse eine Limite von 80 Stundenkilometern.

Aufwendige Kontrollen

Häufig kamen Übertretungen vor der Wiedereröffnung vor. Die Kameras, die bereits Ende Juni installiert wurden, registrierten innerhalb eines guten Monats 1189 verbotene Durchfahrten. Die Fahrzeughalter wurden mit Bussen von 100 Franken bestraft. Somit kann also bereits von Einnahmen in der Höhe von gut 100 000 Franken ausgehen. Das entspricht der Hälfte der Investitionskosten für das System. Doch so einfach dürfe man die Rechnung nicht machen, betont Osterwalder. «Der Aufwand für die polizeilichen Arbeiten ist hoch.» Denn die registrierten Kennzeichen müssen mit denjenigen abgeglichen werden, die eine Bewilligung haben. Dazu gehören Anwohner, Förster oder Landwirte.

Kritik am Strassenzustand

Die Verfechter der Mobilitätsinteressen sind froh, dass sie die Verbindung nun wieder nutzen können. «Wir sind glücklich», sagt der Oberembracher EDU-Kantonsrat Michael Welz vom Komitee Pro Eigental. Bedenklich findet er jedoch den Zustand des Strassenbelags. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.09.2017, 17:07 Uhr

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