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Über 1,3 Millionen Übernachtungen zählten Hotels um den Flughafen

In den letzten zehn Jahren ist die Anzahl Logiernächte um den Flughafen um über 65 Prozent gestiegen. Gleichzeitig werden immer mehr Hotels gebaut. Die Branche läuft Gefahr, zu viele Zimmer für zu wenig Gäste anzubieten.

Der Zürcher Hotelverband befürchtet, dass es in den Hotels der Region zu Überkapazität und intensiven Preiskämpfen kommen könnte.
Der Zürcher Hotelverband befürchtet, dass es in den Hotels der Region zu Überkapazität und intensiven Preiskämpfen kommen könnte.
Keystone

Zürich Tourismus hatte an der gestrigen Medienkonferenz gute Zahlen zu vermelden. Die Anzahl der Übernachtungen im Kanton ist im letzten Jahr erneut gestiegen, um 6 Prozent dieses Mal auf über 4,6 Millionen. Zürich vollziehe derzeit einen Wandel von der klassischen Business- zur Leisuredestination, erklärte Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus.Auch in der Flughafenregion ist die Anzahl Logiernächte gestiegen, das Wachstum beträgt 4,3 Prozent. Wurden im Vorjahr noch 1,27 Millionen Übernachtungen registriert, waren es 2017 schon über 1,31 Millionen. Insgesamt ist die Anzahl Übernachtungen über die letzten zehn Jahre um über 65 Prozent gestiegen.

Überkapazität befürchtet

Für das Wachstum sind vor allem Gäste aus dem asiatischen und arabischen Markt zuständig.Angesichts des Trends wird in der Region kräftig in Hotels investiert. In Bülach zum Beispiel soll ein Hotel der Kette Niu mit 131 Zimmern entstehen, in Rümlang wird derzeit an einem B&B-Hotel mit rund 170 Zimmer gebaut und in derselben Gemeinde wird auch das nach aktuellem Stand grösste Hotel der Schweiz mit über 540 Zimmern geplant. In Rümlang könnten dadurch in den kommenden Jahren sieben Hotels in Betrieb sein. Ob der Boom bei den Übernachtungen reicht, um die vielen neuen Zimmer auszulasten, ist zu bezweifeln.

Martin von Moos, Präsident des Zürcher Hotelverbands, befürchtet, dass es in der Region zur Überkapazität kommen könnte. Zudem geht er davon aus, dass der Preiskampf in Zukunft noch intensiver geführt wird. Um sich auf dem Markt zu etablieren, versuchten neu eröffnete Hotels oft mit günstigen Preisen Kundschaft anzulocken. Trotz Aufwärtstrend bei den Übernachtungen stehen der Branche in der Region deshalb stürmische Zeiten bevor. Seite 17

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