Opfikon

Über die Zukunft der Klotenerstrasse wird in Varianten entschieden

Es dauert noch eine Weile, bis ein Entscheid fällt, ob die Klotenerstrasse geschlossen wird oder offen bleibt. Zwei Varianten standen bei einem Informationsanlass zur Diskussion.

Die alte Direktverbindung zwischen Kloten und dem Dorfkern von Opfikon ist heute nur noch eine Nebenstrasse, die zuweilen als Schleichweg dient.

Die alte Direktverbindung zwischen Kloten und dem Dorfkern von Opfikon ist heute nur noch eine Nebenstrasse, die zuweilen als Schleichweg dient. Bild: C. Wüthrich

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Eines ist klar – die Klotener­strasse ist in einem schlechten Zustand. Sarah Keller, Projekt­leiterin Planung in der Abteilung Bau und Infrastruktur, machte auf die Mängel aufmerksam. Der Belag der Strasse weise Schlag­löcher auf, die Sicherheit auf der Strasse sei für Velofahrer und Fussgänger ungenügend. Eine Sanierung der Strasse sei unumgänglich. «Bei dieser Gelegenheit müssen wir die Gesamtübersicht behalten und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigen», forderte Keller.

Zur Informationsveran­stal­tung am Donnerstagabend im Sing­saal Mettlen luden die Abteilung Bau und Infrastruktur und der Dorfverein Opfikon ein, 50 Besucher folgten der Einladung.

Stadtrat hat zwei Varianten

Obschon es sich bei der Verbindung vom alten Opfi­ker Dorfkern nach Kloten um eine Gemeindestrasse handelt, hat die Kantonspolizei bei Temporeduktionen und Gestaltung das letzte Wort. Für Bewilligungen von Signali­sationen für tiefere Höchst­geschwindigkeiten braucht es ein Gutachten und eine Begründung. Keller ist überzeugt, dass es für die Bewilligung einer Temporeduktion keine Chance gibt. Im kantonalen Velonetzplan ist die Klotenerstrasse als Schwach­stelle markiert.

Stadtrat Bruno Maurer (SVP) prä­sen­tierte die beiden von der Regierung beratenen Sanierungsvarianten. Bei Variante A ist ein Neubau eines separaten Rad- und Fussweges auf der westlichen Strassenseite vorgesehen. Für Opfi­kon würden Kosten von 620 000 Franken anfallen, bei geschätz­ten Gesamtkosten von 990 000 Franken. Bei dieser Variante würde der Autoverkehr nicht betroffen. Der zusätz­liche Verbrauch von Kulturland ­müsste kompensiert werden.

Bei der Variante B ist die Sperrung der Strasse durch Poller im Bereich des Schrebergärten-Parkplatzes vorgesehen. Die Gesamt­kosten würden 695 000 Franken betragen, mit einem Kostenanteil für Opfi­kon von 359 000 Franken. Die Zufahrt zum Parkplatz wäre nur aus Richtung Kloten möglich. Der Schleichverkehr würde unterbunden und kein zusätzliches Land benötigt. Messungen zeigten, dass etwa 200 Fahrzeuge pro Tag und Richtung die Klotenerstrasse benützen.

Sperre bleibt umstritten

Der Stadtrat berät nach einer Varian­tendiskussion das weitere Vorgehen. Bei einer öffentlichen Auf­lage kann die Bevölkerung Stellung beziehen. Die Projektgenehmigung erteilt abschliessend der Gemeinderat, und die Bevölkerung kann gegen dessen Beschluss das Referendum ergreifen. Nach der Vorstellung der beiden­ Varianten und dem Projektverlauf setzte eine längere Diskussion ein. Gewünscht wird auch eine Zufahrt zum Schrebergärten-Parkplatz aus Richtung Opfi­kon. Ein Votant bemerkte: «Früher wurden Strassen gebaut, heute sperrt man sie.»

Maurer versprach: «Wir gehen auf Feld eins zurück – ausser für Untersuchungen über den Strassenzustand wurde noch kein Geld ausgegeben.» Eine Kon­sul­tativabstimmung im Saal ergab eine deutliche Mehrheit für Vari­ante A, ohne Sperrung aber mit einer Temporeduktion.

Besucher Kurt Schwaighofer würde eine Sperrung begrüssen, um damit das Naherholungs­gebiet aufzuwerten. Lena Escher fand es gut, dass eine Infor­mationsveranstaltung stattfand; die geäusserten Anregungen fanden­ in der Projektleitung Aufnahme­. Gemeinderat Tan Birlesik­ zeigte sich überzeugt: «Der Stadtrat wird wohl weiterhin die Variante B bevorzugen.»

Erstellt: 17.02.2018, 09:34 Uhr

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