Zum Hauptinhalt springen

Bombendrohung – Betroffenes Flugzeug sicher gelandet

Am Dienstagmorgen sorgten zwei FA-18 Jets der Schweizer Luftwaffe für laute Knalle im Grossraum Zürich. Ursache für den Überschall-Einsatz war offenbar eine Bombendrohung, die sich im Nachhinein als falsch erwies.

Zwei FA-18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe erschüttern den Grossraum Zürich beim Eskortieren einer israelischen El-Al-Maschine.
Zwei FA-18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe erschüttern den Grossraum Zürich beim Eskortieren einer israelischen El-Al-Maschine.
Keystone

Um 8:34 waren zwei laute Detonationen über dem Grossraum Zürich zu hören. Gemäss der Stadtpolizei Winterthur waren Überschall-Flüge der Schweizer Luftwaffe die Ursache.

Vladi Barrosa, Pressesprecher der Skyguide, bestätigt: «Das waren zwei FA-18-Jets der Luftwaffe. Sie haben auf dem Flug von Schaffhausen nach Altenrhein die Schallmauer durchbrochen.» Die Knalle seien bis nach Luzern zu hören gewesen.

Barrosa erklärt weiter: «Das war keine Übung.» Es habe sich um eine sogenannte «hot mission» gehandelt. Genauers wollte Skyguide nicht bekannt geben.

Die Schweizer Luftwaffe bestätigt bisher erst, dass ein Flugzeug durch den Schweizer Luftraum eskortiert werden musste. Wie der «Landbote» aus gut unterrichteter Quelle weiss, gab es eine Bombendrohung gegenüber einem Flugzeug der israelischen Fluglinie El-Al. Diese war von New York nach Tel Aviv unterwegs.

Bombendrohung erwies sich als Fehlalarm

Die Boeing kam von Frankreich her, flog bei Schaffhausen über die Grenze, überquerte die Schweiz auf einer Route südlich des Bodensees und verliess den Schweizer Luftraum wieder bei Bregenz in Richtung Deutschland und Österreich.

Die israelische Fluggesellschaft teilte inzwischen mit, dass der Hinweis falsch gewesen sei, und die Boeing 747 ihren Flug nach Tel Aviv planmässig habe fortsetzen können.

Mittlerweile ist die Maschine mit wenigen Minuten Verspätung sicher in Tel Aviv gelandet.

«Hot Missions» sind selten

Dass die Luftwaffe Ernstfälle zu bewältigen hat, ist relativ selten. Letztes Jahr kam es gemäss Blick zu 37 «Hot Missions», im Jahr davor nur zu 14. Bei solchen Einsätzen begleitet die Luftwaffe ein Flugzeug aus dem Schweizer Luftraum oder zwingt es zur Landung.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch