Niederweningen

Umgestaltung dient auch Hochwasserschutz

Der Kanton hat ein Projekt zur Revitalisierung der Surb ausgearbeitet, in dessen Rahmen auch der Hochwasserschutz erhöht wird. Die Verantwortlichen präsentierten ihr Vorhaben am Mittwochabend im Gemeindesaal.

Vor 71 Jahren wurde die Surb begradigt. Jetzt soll sie einen natürlich Bachlauf erhalten.

Vor 71 Jahren wurde die Surb begradigt. Jetzt soll sie einen natürlich Bachlauf erhalten. Bild: Leo Wyden

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Ein pendelndes, mäandrierendes Gewässer lautet das Ziel des kantonalen Projekts zur Revitalisierung der Surb. Überhaupt nötig ist das Vorhaben, weil der Fluss 1947 künstlich «begradigt» wurde. Dass das für Tiere und Pflanzen nicht gut ist, ist heute allgemein bekannt.«Im Moment ist die Surb ein Kanal mit harter Verbauung. Dadurch fliesst das Wasser überall gleich schnell», beschrieb Natascha Eisenhut vom kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) die Ausgangslage an der Info Veranstaltung vom Mittwochabend im Gemeindesaal.

Um den Irrtum von früher zu berichtigen, werden nun im Flusslauf Kurven erstellt. Diese bringen eine grössere Dynamik ins Wasser, was aus ökologischer Sicht wichtig ist. Wurzelstöcke, Steinhaufen und Raubäume werten den Lebensraum von Kleintieren im und am Fluss auf. Mehr Sträucher, Bäume und andere Pflanzen, allesamt ortstypisch für die Surb, erhöhen die Biodiversität. Ein neuer Trampelpfad sorgt dafür, dass Fussgängerinnen und Fussgänger den Spaziergang entlang der Surb geniessen können.

Hochwasserschutzist gewährleistet.

Neben den ökologischen Aspekten und der Verschönerung des Naherholungsgebietes bildet der Hochwasserschutz den dritten zentralen Teil des Vorhabens. Nachdem am 30. Mai ein heftiges Gewitter im Wehntal zu erheblichen Überschwemmungen geführt hatte, beschäftigte dieses Thema am Infoanlass nach wie vor viele der rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer. «Der Hochwasserschutz für die an die Surb angrenzenden Quartiere ist gewährleistet», versicherte Projektleiter Pascal Sieber von der Firma Sieber & Liechti. Dafür werde das rechte Ufer mittels einer Aufschüttung um 0,5 Meter bis 1,2 Meter erhöht.

Die geplanten Arbeiten betreffen den Flusslauf von der Gemeindegrenze Niederweningen/Schleinikon bis zur Stelle, an der die Wehntalerstrasse über die Surb führt. Die Bauarbeiten beginnen im Mai 2019 und dauern bis in den Herbst. Die Kosten von rund 2,2 Millionen Franken übernimmt der Kanton, etwa 35 Prozent werden vom Bund subventioniert.

Zusammenarbeitmit der Schule

Die drei Brücken, die sich in diesem Abschnitt des Flusses befinden, stellen bei hohem Wasserstand ein Risiko dar, da sie Engpässe bilden. Die Brücke an der Wehntalerstrasse gehört in den Zuständigkeitsbereich des Tiefbauamts und wird voraussichtlich 2020 ersetzt. Die anderen beiden werden vorerst so gelassen und erst in einer allfälligen zweiten Bauphase zusammen mit der Überbauung der angrenzenden Parzellen angepasst. Dafür liegen noch keine konkreten Pläne vor.

Was wiederum ins aktuelle kantonale Projekt integriert wird, ist eine Sitzstufenanlage auf dem Areal der Schule Wehntal, das an die Surb angrenzt. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Stimmbevölkerung den Bau der Doppelsporthalle auf der Schulanlage Schmittenwis am 23. September genehmigt. «Der Bereich müsste nach den Bauarbeiten sowieso neu gemacht werden», sagte Barbara Franzen, Präsidentin der Schulpflege Schule Wehntal. Da biete sich die Zusammenarbeit mit dem Kanton an. Zudem sollen dort auch ein Biotop und ein öffentlicher Spielplatz entstehen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 06.09.2018, 15:25 Uhr

Infobox

Die detaillierten Pläne liegen ab Oktober in der Gemeindeverwaltung auf.

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