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Unerfreuliche Jahresrechnung überschattet guten Fortschritt bei Schulhaussanierung

Einmal mehr mussten die Stimmberechtigten in Embrach eine unbefriedigende Jahresrechnung genehmigen. Dafür gab es an der Gemeindeversammlung erfreuliche Neuigkeiten zum Baufortschritt beim Schulhaus Ebnet.

In Embrach wurde eine unerfreuliche Jahresrechnung präsentiert - den Bereichen Gesundheit und Soziales geschuldet.
In Embrach wurde eine unerfreuliche Jahresrechnung präsentiert - den Bereichen Gesundheit und Soziales geschuldet.
mcp

Gemeindepräsident Erhard Büchi hatte an der Gemeindeversammlung am Montag – einmal mehr – keine erfreulichen Zahlen zu präsentieren. Zwar hatte die Gemeinde im Budget schon damit gerechnet, dass 2016 unter dem Strich eine rote Zahl resultieren würde – schliesslich erhielt das Grossdorf mit 9,5 Millionen Franken deutlich weniger aus dem Finanzausgleichstopf als im Vorjahr (2015: 12,8 Mio.).

Doch das eigentliche Problem liegt in den Bereichen Gesundheit und Soziales. So war der Aufwand für die Pflegefinanzierung in den Heimen mit 1,9 Mio. deutlich höher als budgetiert (1,6 Mio.) und die Kosten für die Spitex lagen bei 350 000 statt bei den veranschlagten 160 000 Franken. Auch die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe hat Mehrkosten verursacht; 2,9 Mio. standen als Saldo im Voranschlag, 3,7 Mio. standen in der Rechnung.

Insgesamt schloss die laufende Rechnung bei einem Aufwand von 49,6 Mio. Franken mit einem Minus von 2,8 Mio. Budgetiert war ein Defizit von 2,1 Mio. Die 60 anwesenden Stimmberechtigten (1,1 Prozent) hatten denn auch keine andere Wahl als in den sauern Apfel zu beissen und die unerfreuliche Rechnung zu genehmigen. Sie taten dies einstimmig und diskussionslos.

Gemeinde tritt Verein bei

Als zweites Traktandum musste die Versammlung über den Beitritt zur Koordinations- und Fachstelle für die kommunalen Schulpsychologischen Dienste (Kofas) abstimmen. Die Gemeinden Embrach, Glattfelden, Winkel, Brütten, Dietlikon, Wallisellen, Lufingen, Oberembrach, Nürensdorf und Bassersdorf haben sich in dem Verein zusammengeschlossen.

Durch das Bilden der Koordinationsstelle wird es ihnen möglich, je einen eigenen schulpsychologischen Dienst vor Ort zu behalten. Denn eine neue kantonale Vorgabe erlaubt einen solchen nur noch ab einer Schülerzahl von 3750 Schülern. Die Stimmberechtigten genehmigten den Beitritt der politischen Gemeinde Embrach und damit der Primarschule einstimmig. Die Sekundarschule ist dem Verrein bereits an der Schulgemeindeversammlung beigetreten.

Im Nachgang zur Versammlung informierte Bauvorsteher Hans Dietrich über den Baufortschritt bei der Sanierung und Erweiterung des Primarschulhauses Ebnet. Dabei handelt es sich laut dem ehemaligen Direktor der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft um das grösste Bauprojekt, das die Gemeinde Embrach je in Angriff genommen habe.

Sanierung unter Budget

Einen kleinen Dämpfer gab es bei den Bauarbeiten. So wurde unter der alten Turnhalle, welche abgerissen wird, belastetes Material gefunden. Rund 1300 Kubikmeter hätten deshalb abgetragen werden müssen. Kostenpunkt: Rund 350 000 Franken. Finanziell sei man aber noch immer im Fahrplan.

Das Budget werde bis dato sogar um 1,2 Millionen Franken unterschritten. Zurzeit laufe die Vergabe der Aufträge für den Innenausbau der Neubauten. Dietrich warnt allerdings: «Bei der später anstehenden Sanierung der alten Schulhaustrakte ist erfahrungsgemäss mit Überraschungen zu rechnen. Er gehe aber davon aus, dass das finanzielle Polster reiche und man den Baukredit von insgesamt rund 22 Millionen Franken nicht überschreiten müsse.

Eingeleitet wurde die Versammlung vom Gemeindepräsidenten mit einem Hinweis zum neuen Holzboden im Gemeindehaussaal. «Wegen eines Defekts in der Lüftung stand im Februar eines Morgens der ganze Saal unter Wasser», erklärte Büchi. Der alte Parkettboden sei nicht mehr zu retten gewesen. Es sei nichts anderes übrig geblieben, als den Boden zu ersetzen. «Die Versicherung zeigte sich glücklicherweise kulant, sodass für uns fast keine Kosten entstanden sind», so der Gemeindepräsident. Bei der Wahl des Bodens habe man sich dieses mal für eine etwas robustere Variante entschieden.

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