Schule Wehntal

Urnengang zur Doppel-Sporthalle

An der vorberatenden Schulgemeindeversammlung ging es um den Objektkredit von 13,7 MillionenFranken für die geplante Halle und die Erweiterung der Räume für die Schule Schmittenwis in Niederweningen. Die Abstimmung an der Urne ist für September vorgesehen.

So soll die Doppel-Sporthalle auf dem Areal Schmittenwis einmal aussehen.

So soll die Doppel-Sporthalle auf dem Areal Schmittenwis einmal aussehen. Bild: pd

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Schulordnung der Schule Wehntal verlangt eine vorberatende Schulgemeindeversammlung, wenn über einen Antrag an der Urne abgestimmt wird. An der Versammlung vom Mittwoch waren 46 Stimmberechtigte aus den vier Kreisgemeinden Niederweningen, Oberweningen, Schleinikon und Schöfflisdorf anwesend. Barbara Franzen präsentierte als Präsidentin der Schulpflege das Projekt, von dem nicht nur die Schule, sondern die gesamte Bevölkerung des Wehntals profitieren dürfte, weil die geplante Doppel-Sporthalle auch den Vereinen zur Verfügung stehen wird.

«Mit diesem Bau auf dem Areal der Schule Schmittenwis in Niederweningen und der Erweiterung der Schulräume werden die dringend benötigten Kapazitäten geschaffen», erklärte Franzen. Die Kosten von 13,7 Millionen Franken hätten voraussichtlich keine Erhöhung des Steuerfuss zur Folge, versicherte sie. Im Erdgeschoss sind zudem Räume für die schulergänzenden Tagesstrukturen vorgesehen.

Betreuung der Kinder im Fokus

In der Diskussion zum geplanten Projekt stand die Integration des Raums für die Tagesstrukturen im Erdgeschoss des Hallengebäudes im Zentrum. Bemängelt wurde etwa, dass es auf jener Ebene keine Toiletten gibt. Diese befinden sich im Untergeschoss, welches über zwei unabhängige Treppenhäuser und einen Lift erreichbar ist. Die Schulpflegepräsidentin erklärte, eine Projektänderung in diesem Sinn hätte eine massive Kostenerhöhung zur Folge. Auch das Gartenzimmer, ein abgesenkter, begrünter und mit schattenspenden Bäumen ausgestatteter Aussenraum für alle, schien einigen wenigen der Anwesenden für kleine Kinder nicht geeignet.

Zudem kam die neutrale Ausstattung des Raums für die Tagesstrukturen, die vom Material und den Farben her dem gesamten Bau angeglichen ist, nicht bei allen gut an. Barbara Franzen wies auf die Möglicheit zum Beispiel einer farbigen Möblierung hin.

Mehrere Voten zielten auf einen Tausch des neu geplanten Ortes für die Tagesstrukturen mit dem ehemaligen Schulhausabwarthäuschen an der Alten Dorfstrassse 5, wo heute die Schulverwaltung untergebracht ist.

«Diese Räume entsprechen in keiner Weise den heutigen Anforderungen eines Angebots für Tagesstrukturen», erklärte die Präsidentin der Schulpflege. Trotzdem stellte Noch-Gemeinderätin Sibylle Hauser den Antrag auf eine Projektänderung, die Tagesstrukturen an einem andern Ort unterzubringen, zum Beispiel im Gebäude der Schulverwaltung, die an den dadurch frei werdenden Platz in der Doppel-Sporthalle ziehen soll. Aufgrund der nicht abschätzbaren Kostenfolge für diese Änderung lehnte Barbara Franzen den Antrag ab. Schliesslich stimmte eine grosse Mehrheit mit drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen dem Antrag der Schulpflege zu, über den Objektkredit von 13,7 Millionen Franken am 23. September an der Urne abzustimmen.

Sibylle Hauser gab aber noch nicht auf und kündigte eine Beschwerde beim Bezirksrat Dielsdorf gegen die Versammlungsführung an, da ihrem Antrag nicht stattgegeben wurde. Sie argumentierte, es sei die einzige Möglichkeit, allenfalls doch noch eine Projektänderung für einen anderen Standort der Tagesstrukturen zu erwirken. Ob sie es tatsächlich durchzieht, ist aber noch nicht sicher.

Zusatzkredit für eine Photovoltaikanlage

Zudem können am 23. September die Stimmberechtigten auch über einen Zusatzkredit von 427 000 Franken für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Doppel-Sporthalle befinden. Das beschloss eine grosse Mehrheit der Anwesenden mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen.

Erstellt: 21.06.2018, 16:39 Uhr

Schulgemeindeversammlung

Viermal Einstimmigkeit

Statt eines budgetierten Minus von über 600000 Franken schliesst die Rechnung 2017 der Schule Wehntal mit einem Plus von rund 450000 Franken.

Das sei vor allem auf höhere Steuereinnahmen und Auflösung der Rückstellung für die BVK zurückzuführen, sagte Schulpflegepräsidentin Barbara Franzen. Das Eigenkapital beträgt neu 10,7 Millionen Franken. Der Aufwand beläuft sich auf 15,9 Millionen Franken, der Ertrag auf knapp 16,4 Millionen Franken. 42 Stimmberechtigte genehmigten die Rechnung einstimmig.

Ebenfalls angenommen wurde der Verzicht auf die Neubewertung des Verwaltungsvermögens, die Gebührenverordnung der Schule Wehntal und die Festlegung der Rechnungsprüfungskommission für die Amtsperiode 2018 bis 2022. Zuständig ist jene der Politischen Gemeinde Schöfflisdorf.bag

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.