Rafz

Verein will Pumptrack im Rafzerfeld bauen lassen

Private versuchen, Gemeinderäte aus dem Rafzerfeld für den Bau eines Parks für Bikes, Skates und Scooter zu begeistern.

Ein Pumptrack (hier in Opfikon) kann mit verschiedenstem Rollmaterial benutzt werden.

Ein Pumptrack (hier in Opfikon) kann mit verschiedenstem Rollmaterial benutzt werden. Bild: Flavio Zwahlen

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Opfikon weiht am nächsten Wochenende einen ein, in Winterthur, Zürich und in Schaffhausen gibt es bereits mehrere davon: Die Rede ist von sogenannten Pumptracks oder Pump-Parks. Der englische Begriff bezeichnet einen speziell gebauten Rundkurs auf einer möglichst ebenen Fläche. Die Strecke setzt sich dabei aus verschiedenen Wellen und erhöhten Kurven zusammen. Das ermöglicht, den Kurs auf einem Bike oder einem anderen rollenden Gerät theoretisch ohne zu treten oder zu bremsen zu absolvieren, indem man mit dem geschickten Einsatz des Körpergewichts die Geschwindigkeit aufbaut und auch in den Kurven beibehält.

Geht es nach dem Verein Pumptrack Rafzerfeld, wäre ein solcher Rundkurs auch in Rafz eine gute Sache. Der Verein wurde im Januar gegründet und treibt derzeit ein Projekt für den Bau eines solchen Tracks in der Nähe der Saalsporthalle kräftig voran. «Der Verein wurde von Eltern gestartet, die sich immer wieder auf den Spielplätzen getroffen haben», erklärt Vorstandsmitglied Alexandra Stauber. «Viele unserer Kinder sind jetzt in einem Alter, in welchem sie schon in der Primarschule sind oder demnächst damit anfangen. Für die Spielplätze sind sie damit fast schon zu alt», sagt sie weiter. Die Eltern hätten sich deshalb des Öfteren auf Pumptracks in Winterthur oder in Schaffhausen wieder getroffen. Die Kinder seien von diesen Tracks begeistert gewesen und schnell habe man gemerkt, dass auch Erwachsene ihren Spass daran finden. «Eine solche Anlage ist generationenübergreifend und abwechslungsreich.»

Ein Park für die Region

Der Verein verfolgt nun das Ziel, ein Pumptrack für das ganze Rafzerfeld bauen zu lassen. Viel Vorarbeit dazu hat er bereits geleistet. Auf ihrer Website stellen die Initianten ihr Projekt umfassend vor. Der Track soll in Rafz in der Nähe des bestehenden Skaterplatzes auf einem Grundstück von rund 2000 Quadratmetern gebaut werden. Die Strecke soll aus Asphalt bestehen, da dieses Material wenig Pflege benötigt und langlebig ist. Zudem gibt es gegenüber Varianten aus Erdmaterial aber auch Vorteil beim Fahren, da Asphalt einen geringen Rollwiderstand aufweist. Der eigentliche Track könnte auf dem vorgeschlagenen Gebiet eine sehr lange, gerade Strecke beinhalten, was ihn für das Pumpen sogar über die Region hinaus bekannt machen könnte.

Eine erste Schätzung geht von Kosten in der Höhe von 282000 Franken aus. Erste Gespräch mit dem Gemeinderat von Rafz und mit den Gemeindepräsident der übrigen Rafzerfelden Gemeinden hat der Vorstand bereits geführt. «Der Track soll etwas sein, das allen Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Rafzerfeld zugänglich sein soll», sagt Staub. Deshalb sieht das Projekt auch vor, dass sich alle Gemeinden an den Kosten und am Unterhalt beteiligen. «Wie genau die Kosten aufgeteilt würden, ist aber noch nicht klar. So wäre es etwa auch denkbar, dass der Verein Sponsoren sucht, die einen Teil der Kosten übernehmen.»

Derzeit ist der Verein nach Feedback aus dem Gemeinderat dabei, in der Bevölkerung abzuklären, wie viel Unterstützung das Projekt erhält. «Wir haben bereits über 400 Rückmeldungen erhalten, hoffen aber, dass es noch deutlich mehr werden.» An einer Sitzung im November wird der Verein dann die Bedarfsabklärung dem Gemeinderat präsentieren. Aufwind könnte das Projekt erhalten, weil der Kanton Zürich ab dem 2. Oktober einen mobilen Pumptrack in Rafz aufstellt.

Erstellt: 03.09.2019, 17:20 Uhr

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