Opfikon

Vier bisherige Gemeinderäte wollen in den Stadtrat

Einiges wird neu im Opfiker Parlament, wenn die Wahlen am 15. April vorbei sind. Denn von den 36 bisherigen Amtsinhabern treten nur 32 zu den Erneuerungswahlen an. Und gleich vier Bisherige kandidieren für den Stadrat.

Wenn in Opfikon am 15. April gewählt wurde, wird das Parlament einige neue Gesichter beinhalten.

Wenn in Opfikon am 15. April gewählt wurde, wird das Parlament einige neue Gesichter beinhalten. Bild: Screenshot Google Maps

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An den Erneuerungswahlen für den Opfiker Gemeinderat vom 15. April kommt es zu einer Neuerung. Denn die Stimmberechtigten können nur aus acht Listen auswählen. 2010 hatte die SD und 2014 die EDU je einen Kandidaten auf der Liste 9 präsentiert. Beide Parteien gingen bei den damaligen Wahlen aber leer aus. Von den Kandidaten auf den acht Listen, die dieses Jahr zur Auswahl stehen, ist wohl bei der SVP die grösste Rochade zu erwarten. Von den elf derzeitigen Mandatsträgern kandidieren lediglich acht erneut.

Nicht mehr auf der Liste 1 zu finden ist Parteipräsident Richard Muffler sowie Erika Ariger und Hans Peter Bleuler. Muffler kandidiert dafür für einen Sitz im Stadtrat. Ebenfalls einen Sitz im Stadtrat will Mufflers Parteikollege Tan Birlesik erobern. Beide hatten schon 2014 für die Exekutive kandidiert – Birlesik auch als Schulpräsident. Damals erreichten aber beide bei den Stadtratswahlen das absolute Mehr nicht. Heuer ist die Ausgangslage eine andere.

War die SVP vor vier Jahren noch mit Beatrix Jud (mittlerweile parteilos) und Bruno Maurer (ist noch immer Mitglied der SVP, wird heuer aber nicht von der Partei portiert) im Stadtrat vertreten, fehlt in diesem Jahr ein bisheriger Stadtratskandidat der Volkspartei.

Die Spitzenposition der Liste 1 gehört Tan Birlesik. Nimmt man an, dass die Namen auf den Listenplätzen 2 bis 11 die meisten Stimmen erhalten, würden Urban Hausi, Regula Hürlimann und Stefan Fehr die vakanten SVP-Sitze erobern. Bei einer allfälligen Wahl Birlesiks in den Stadtrat könnte Philippe Rüdisühli, mit Jahrgang 1950 der älteste SVP-Kandidat, auf Listenplatz 12 nachrücken.

EVP-Gemeinderätin kandidiert für Regierung

Neben der SVP hat auch die EVP, die über zwei Sitze im Gemeinderat verfügt, mindestens einen freiwilligen Abgang zu verzeichnen: Doris Schläpfer, die 2010 ins Parlament gewählt wurde, ist nicht mehr auf der Liste. Auf dem ersten Platz der Liste 6 ist die Bisherige Heidi Kläusler zu finden. Allerdings tritt die Pflegefachfrau, die seit sechs Jahren im Parlament sitzt, dieses Jahr auch zur Wahl des Stadtrates an.

Bei sechs Parteien stellen alle Bisherigen zur Wahl

Eine einfache Ausgangslage präsentieren Liste 4 (CVP, umfasst mit 22 Namen die meisten Kandidaten), Liste 5 (Neue Idee Opfikon@Grünliberale), Liste 7 (Gemeindeverein) und Liste 8 (Jungbürgeliche Liste SVP). Dort führen alle Bisherigen die jewilige Liste an.

Anders bei der FDP. Die Liberalen verfügen derzeit über sechs Sitze im Opfiker Parlament. Und alle sind von Männern besetzt. Ob Absicht oder nicht: Auffällig ist, dass auf der aktuellen Liste 2 nach den fünf Bisherigen Gemeinderäten mit Manuela Bührer und Anna Merz auf Platz 6 und 7 zwei Frauen zu finden sind. Erst danach erscheint auf Listenplatz 8 der Bisherige Reto Stadelmann.

Die SP hat auf ihrer Liste zwar ebenfalls alle sechs Bisherigen aufgeführt. Allerdings ist Fraktionspräsident Heinz Ehrensberger erst auf Platz 13 zu finden. Und Sven Gretler auf Platz 1 der Liste 3 kandidert – wie Muffler, Birlesik und Kläusler – für den Stadtrat. Somit stellen sich insgesamt vier Bisherige Gemeinderäte für die Exekutive zur Verfügung.

Erstellt: 08.03.2018, 17:26 Uhr

PARLAMENTSWAHLEN OPFIKON

Die Listen im Überblick


  • SVP, Liste 1: 18 Kandidaten auf 36 Listenplätzen, (alle doppelt), davon 8 (von 11) Bisherige und 5 Frauen (28%). Zwei jüngste Kandidierende Jahrgang 1985, ältester 1950, Schnitt: 47,5 Jahre.

  • FDP, Liste 2: 15 Kandidaten auf 30 Listenplätzen (alle doppelt), davon alle 6 Bisherigen und 5 Frauen (33%). Jüngster Kandidierender Jahrgang 1992, ältester 1957, Schnitt: 41,4 Jahre. Sozialdemokratische Partei

  • SP, Liste 3: 18 Kandidierende auf 36 Plätzen (alle doppelt), davon alle 6 Bisherigen und 5 Frauen (28%). Jüngster Kandidierender Jahrgang 1999, ältester 1946, Schnitt: 41,4 Jahre.

  • CVP, Liste 4: 22 Kandidaten auf 36 Plätzen (14 doppelt), davon alle 4 Bisherigen und 7 Frauen (32%). Jüngste Kandidierende Jahrgang 1998, ältester 1941, Schnitt: 51,3 Jahre.

  • NIO@Grünliberale, Liste 5: 8 Kandidaten auf 16 Plätzen (alle doppelt), davon alle 3 Bisherigen und 1 Frau (12,5%). Jüngster Kandidierender Jahrgang 1993, ältester 1946, Aötersdurchschnitt: 48,1 Jahre.

  • EVP, Liste 6: 10 Kandidaten auf 20 Plätzen (alle doppelt), davon 1 Bisheriger (von 2) und 4 Frauen (40%). Jüngste Kandidierende Jahrgang 1999,zwei älteste 1962, Schnitt: 48,5 Jahre

  • Gemeindeverein, Liste 7: 8 Kandidaten auf 16 Plätzen (alle doppelt), davon alle 2 Bisherigen und 2 Frauen (25%). Jüngste Kandidierende Jahrgang 1999, älteste 1953, Schnitt: 44 Jahre.

  • Jungbürgeliche Liste SVP, Liste 8: 9 Kandidaten auf 18 Plätzen (alle doppelt), davon beide Bisherigen und 2 Frauen (22%). Jüngste Kandidierende Jahrgang 1992, ältester 1984, Schnitt: 29,8 Jahre. all

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