Steinmaur

Vom grünen Rasen auf die farbige Leinwand

Ex-Grasshoppers-Fussballer Richi Bauer hat ein grosses Hobby: die Malerei. Seine neusten Acrylbilder fanden an der Vernissage im Orchideenhaus in Steinmaur viel Anklang.

Richi Bauer ist bei den Ü50 der Grasshoppers immer noch als Fussballer aktiv. Neben dem Hobby Fussball malt er auch leidenschaftlich gern.

Richi Bauer ist bei den Ü50 der Grasshoppers immer noch als Fussballer aktiv. Neben dem Hobby Fussball malt er auch leidenschaftlich gern. Bild: Francisco Carrascosa

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Die prächtigen Orchideen im Steinmaurer Orchideenhaus Müller erhalten seit vergangenen Samstag Konkurrenz auf ästhetischer Ebene. Die 54 Acrylbilder von Richard «Richi» Bauer aus Otelfingen fanden dort den idealen Ausstellungsort für seine dritte Vernissage. Seit fünf Jahren, also seit seiner Frühpensionierung wendet sich der ehemalige Grasshoppers-Mittelfeldspieler seinem grossen Hobby zu. Das Motto «Inspirationen in allen Varianten» wies auf die Vielfalt der Darstellungen, in denen die Farben das zentrale Interesse von Bauer bilden.

Zentrum in Farben

«Mich faszinieren Farbenzusammenstellungen, Farbenvermischungen und wie sie zustande kommen. Natürlich probiere ich sehr gerne auch verschiedene Methodiken aus.» Die 190 geladenen Gäste zeigten sich schon beim Apero von den Bildern begeistert, die Exponate fanden ihre Käufer schnell. Verena Eugster aus Buchs entschied sich innerhalb von ein paar Minuten für ihren Favoriten.

Zwei Gruppen von Figuren in verschiedener Grösse, schwarzen Köpfen ohne Gesichter vor einem türkisen Hintergrund mit Uhrenabdrücken. «Es ist ein fröhliches Bild, hell und dieses Türkis passt in unseren Büroraum», begründete sie ihren Kauf. «Die Gruppen könnte man als zwei Familien mit Kindern interpretieren», sagte Eugster und lobte die Wahl der Lokalität. «Sie ist so schön und passt zu dieser Art von Bildern.»

Die «Familie» war eines der wenigen Bilder, das eine einfacher interpretierbare Form vorgab, die meisten Werke boten eine unendliche Bandbreite zur Deutung. «Er malt für jeden Geschmack etwas, ausnahmslos», fanden Rosie und Daniel Frei aus Neerach.

Versteckte Begabung

Richi Bauer gibr seinen Einzelwerken keine Namen, sie stehen zur Eigeninterpretation frei. «Jeder sieht in ihnen für sich etwas anderes.» Als Künstler bezeichnet er sich nicht. «Es ist einfach mein Hobby», sagt der 65-Jährige bescheiden. Und er staune immer wieder über den Erfolg seiner Vernissagen. «Ich weiss nicht woran das liegt, die Bilder müssen wohl ansprechen.»

Die nötige Zeit für sein Hobby ermöglichte ihm die Frühpensionierung nach dreissig Jahren bei der Credit Suisse. «Ich war im Scanning-Bereich tätig und half diesen aufzubauen.» Dann kamen Malkurse bei einem renommierten Künstler. «Ich habe bei ihm zwei Bilder gemalt, beim zweiten sagte er, das könnten wir ausstellen.» Von da an habe er selber weiter gemacht, bei sich zu Hause in einem eingerichteten Zimmer. Dieses Interesse zeigte sich schon in seiner Jugend. «Ich habe vor dem Fussball ein Fernstudium in Grafik begonnen. Das ging jedoch nicht lange, denn ich habe bald nur auf den Fussball gesetzt und keine Zeit gehabt.»

Zu seinen grössten sportlichen Erfolgen mit GC zählt Bauer die zwei Schweizermeisterschaften 1978 und 1982 und den Sieg über Real Madrid in der zweiten Runde des Meistercups, der heutigen Champions League. «Wir haben auswärts 1:3 verloren und daheim dann 2:0 gewonnen.» Von 1972 bis 1982 spielte Richi Bauer bei GC, danach fünf Jahre beim Sportclub Zug. Heute ist Fussball neben Tennis sein Hobby, er spielt bei den Grasshoppers Ü50 mit. Und nimmt sich natürlich viel Zeit für die Malerei. «Ich könnte sofort weitermachen, ich bin voller Ideen.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.03.2018, 15:39 Uhr

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