Bülach

Von geretteten Kleinkindern und wasserscheuen Sportlern

Die Stadt hat den Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Die dazugehörige Statistik zeigt unter anderem: Die meisten Schüler, die neu in den Kindergarten kamen, sind fremdsprachig, und das Bülacher Badewasser war eher mässig gefragt.

Die Bülacherinnen und Bülacher benutzten im Jahr 2017 das Hallen- und Freibad weniger als in anderen Jahren.

Die Bülacherinnen und Bülacher benutzten im Jahr 2017 das Hallen- und Freibad weniger als in anderen Jahren. Bild: Madeleine Schoder

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Was die Baugespanne erahnen lassen, erhärtet die Statistik: Die Bülacher Bevölkerung wächst kontinuierlich. 2017 nahm sie um 299 Personen zu. Per 31. Dezember lebten 19 735 Personen in der Stadt. Vor fünf Jahren waren es noch 1781 weniger.Der Ausländeranteil hat sich im Jahr 2017 marginal um 0,36 auf 26,76 Prozent erhöht. Im Kanton Zürich ist er fast gleich hoch, nämlich 26,5 Prozent.

Spitzenreiter unter den Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern im Unterland bleibt Opfikon mit einem Ausländeranteil von 45 Prozent, gefolgt von Regensdorf (37,7 Prozent), Kloten (32,6 Prozent) und Wallisellen (30,4 Prozent). Als einzige Unterländer Gemeinde mit mehr als 10 000 Einwohnern hat Bassersdorf einen niedrigeren Ausländeranteil als Bülach (24,3 Prozent).

Die Deutschen gewinnen

Mit 1126 Personen (2016: 1121) liegen die Deutschen bei der ausländischen Wohnbevölkerung in Front, gefolgt von 913 Personen (2016: 887) aus Italien. Die drittgrösste Gruppe Zugewanderter kommt aus Kosovo. Ihre Zahl ist von 495 auf 521 Personen angestiegen. Über die Hälfte der 420 Kinder, die in Bülach den Kindergarten besuchen, sprechen zu Hause kein Deutsch. Waren 2016 noch 173 von 357 Kindergartenkindern fremdsprachig, stieg ihre Zahl 2017 auf 221. Das bedeutet, dass von den 63 zusätzlichen Kindern 48 fremdsprachig sind.

Die Landeskirchen verlieren

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche Bülach musste erneut einen Mitgliederschwund hinnehmen. Sie zählte Ende 2017 noch 5661 Mitglieder, das sind 186 weniger als im Vorjahr. Bei der Römisch-Katholischen Kirche blieb die Mitgliederzahl dagegen fast konstant. Sie betrug 5079 Personen. Ende 2016 waren es 7 mehr gewesen. Stark zugelegt hat die Zahl von Personen «anderer oder keiner Religion»: von 8296 auf 8954. Damit machen sie knapp die Hälfte der Bülacher Bevölkerung aus.

All diese Informationen kann man dem Geschäftsbericht 2017 und den dazugehörenden Statistiken entnehmen, welche die Stadt kürzlich veröffentlicht hat. Die 80 Seiten umfassende Broschüre bietet einen Überblick über Politik und Verwaltung. Letztere wird in die 18 Geschäftsfelder aufgeteilt. Für die Bülach-Interessierten bieten Jahresbericht und Statistiken einen reichen Fundus an Informationen und Zahlen. Sie erfahren beispielsweise, dass im Bezirkshauptort 2017 insgesamt 8059 Tonnen Abfall produziert wurden. Das sind 187 Tonnen weniger als im Vorjahr. 2012 waren es 8012 Tonnen, obwohl die Stadt vor fünf Jahren noch fast 10 Prozent weniger Einwohner zählte.

Nicht alle Bülacher entledigen sich ihres Abfalls dort, wo er hingehört. Deshalb sorgen neu zwei Mitarbeiter mit insgesamt 100 Stellenprozenten ausschliesslich für die Sauberkeit im öffentlichen Raum und an den dezentralen Sammelstellen.

Die Bülacher Stadtpolizei hat 2017 über 2200 Rufeinsätze bewältigt, das sind 100 mehr als im Vorjahr. Zwei sogenannte First Responder-Einsätze werden den Beteiligten in besonderer Erinnerung bleiben, wie im Geschäftsbericht zu lesen ist: «Zwei Kleinkinder konnten dank der sehr guten und professionellen Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Polizei erfolgreich reanimiert werden.» Die Stützpunktfeuerwehr hat 153 Einsätze geleistet, was einer Zunahme von 19 Prozent entspricht.

Kein Sommer für Sportliche

Die Besucher der Bülacher Sportanlagen haben sich 2017 weniger badefreudig gezeigt. So lagen die Eintrittszahlen beim Hallenbad deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 8000). Das entspricht dem tiefsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Die Stadt vermutet als Grund die Parkgebühren und den Wegfall der Zusammenarbeit mit einem Fitnessklub. Auch das Freibad verzeichnete rund 18 Prozent weniger Besucher als im Vorjahr. Die Gründe dafür liegen gemäss Geschäftsbericht in der verkürzten Saisondauer wegen Bauarbeiten und dem instabilen Wetter im Juli und im August. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.05.2018, 17:18 Uhr

Bülach 2017 in Zahlen

Zum Geschäftsbericht 2017 hat die Stadt Bülach im Internet eine 25-seitige Publikation mit statistischen Zahlen veröffentlicht. Nachfolgend ein kleiner Auszug. In Klammern stehen jeweils die Zahlen aus dem Jahr 2016.

Bevölkerung


  • Einwohner: 19 735 (2016: 19 436)

  • davon Ausländer: 26,76 Prozent (26,4 Prozent)

  • Ev.-Reformierte: 5661 (5847)

  • Röm.-Katholische: 5079 (5086)

  • Andere / ohne Religion: 8954 (8296)

  • Einbürgerungen: 71 (82)

  • Gesuche abgelehnt: 6 (1)



Bildung

  • Primarschüler: 1113 (1120)

  • davon Fremdsprachige: 555 (565)

  • Kindergartenschüler: 420 (357)

  • davon Fremdsprachige: 221 (173)

  • Schüler pro Kindergarten:20 (18,8)

  • Schüler pro Primarklasse: 21,13(21,27)



Sicherheit

  • Ausrückfälle Ruhe, Ordnung Sicherheit: 312 (287)

  • Ausrückfälle Leib/Leben: 82 (76)

  • Ausrückfälle häusliche Gewalt: 122 (119)

  • Eingelöste Hunde: 678 (657)

  • Feuerwehreinsätze: 153 (128)

  • davon Brände: 45 (41)

  • davon techn. Hilfe 42 (22)

  • Ergänzungsleistungen AHV/IV

  • Altersrentner: 368 (301)

  • Invalide: 273 (245)



Sport

  • Eintritte Hallenbad: 90 740 (99 082)

  • Eintritte Freibad : 52 334 (61 887)

  • Eintritte Kunsteisbahn 41 932 (44 840)



Zivilstandskreis Bülach (18 Gemeinden)

  • 346 Paare sagen Ja (333)

  • 11 eingetragene Partnerschaften

  • 1457 Geburten (1496)

  • 511 Todesurkunden (551)


Infobox

Geschäftsbericht und Statistik unter www.buelach.ch

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