Video-Serie «Chlini Iszyt»

Warum der Cup einfach nicht die Meisterschaft ist

Seit Urzeiten beim EHC Kloten unter Vertrag, kennt Romano Lemm die Höhen und Tiefen des Clubs. Und er weiss aus Erfahrung, dass sich Cup-Partien anders spielen als die Matchs in der Meisterschaft.

Stürmer Romano Lemm über die Leichtigkeit des Cups und die Schwierigkeit in der Liga gegen die «Grossen » zu punkten.
Video: Michael Caplazi

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Die derzeitige Situation in der Meisterschaft ist einfach zusammenzufassen: Der EHC steht in der Tabelle einigermassen in der Mitte, auf Platz Nummer 6; unter den Klotenern rangieren die Farmteams und mit Winterthur und Thurgau die anderen beiden Teams, die sich ohnehin kaum Chancen auf einen Aufstieg ausrechnen dürfen. Über den Klotenern figurieren währenddessen die Teams mit A-Ambitionen. Wollen sich die Unterländer weiter die Tabellenleiter emporarbeiten, dann müssen also unbedingt auch Punkte gegen diese Mannschaften her.

«Der Druck bleibt ein anderer»

Der langjährige EHC-Stürmer Romano Lemm gibt sich im Video-Gefäss «Chlini Iszyt» optimistisch. Und die Statistik stützt diesen Optimismus durchaus: Dass der EHC Kloten auch gegen Mannschaften zu gewinnen vermag, die zumindest auf dem Papier deutlich stärker sind, haben nicht zuletzt auch die Spiele im Cup gezeigt: Die Bieler als damaliger Leader in der National League hat man im Oktober bezwungen, und am vergangenen Dienstag hätte man auch den aktuellen Tabellenführer aus Zug fast geschlagen.

Aber so einfach scheint der Vergleich zwischen Cup und Meisterschaft dann doch nicht zu sein. «Als Underdog ist es oft einfacher zu spielen», sagt Lemm. «Das sieht man häufig, dass Mannschaften eine bessere Leistung abrufen können, wenn sie nicht der Favorit sind.»

«An der Basis fehlt es noch ein wenig. Jetzt geht es darum, wieder etwas Frisches, Neues aufzubauen.»Romano Lemm, Stürmer EHC Kloten

Obschon der Swiss Ice Hockey Cup als Wettbewerb inzwischen etabliert sei, bleibe der Druck für die Mannschaften ein anderer, findet der Stürmer. «Ich denke, man kann trotz allem einfach auch lockerer an die Sache herangehen. Logisch will man den Cup gewinnen – und trotzdem ist es eben kein Weltuntergang, wenn man am Ende aus dem Turnier fliegt.»

Um Punkte gegen die höher klassierten Teams der eigenen Meisterschaftsliga zu holen, bieten sich dem EHC in den nächsten Tagen gleich drei Möglichkeiten hintereinander: Heute Freitag geht es im Wallis gegen den EHC Visp, am Sonntag steht ihm am Schluefweg das Team von Ajoie auf dem Eis gegenüber und am Dienstag schliesslich ist man in Olten bei den Powermäusen zu Gast.

Ziel ist der Wiederaufstieg

Der 34-jährige Romano Lemm hat 2001 beim EHC angefangen und ist dem Club, abgesehen von einem Gastspiel beim HC Lugano (2008–2010), treu geblieben. Auch nach dem Abstieg in die Swiss League hat er den Vertrag wieder unterzeichnet. «Ich fühle mich hier zu Hause und habe mich dafür entschieden, Kloten auch im B zu helfen.»

Das Ziel für seine Mannschaft ist klar: der Wiederaufstieg. «An der Basis fehlt es noch ein wenig. Jetzt geht es darum, wieder etwas Frisches, Neues aufzubauen», sagt Romano Lemm. Mal bessere Leistungen, mal schlechtere, das habe es in der Geschichte des EHC Kloten immer wieder gegeben. «Sicher blicken wir im Moment positiv in die Zukunft – aber ebenso sicher muss man an dieser Zukunft auch arbeiten.» Florian Schaer (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 29.11.2018, 18:01 Uhr

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