Watt

Was für ein Fest, das Watterfäscht

Von Freitag bis Sonntag hiess es in Watt nur eins – festen. Zahlreiche Attraktionen, diverse kulinarische Angebote und Live Sound mit Top Acts lockten die Besucher in Massen an.

Rund 40000 Gäste besuchten das Watterfäscht während drei Tagen.
Video: Caroline Gloor

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Am frühen Samstagnachmittag scheinen sich die Festbesucher noch von der langen Freitagnacht erholen zu müssen. Nach und nach füllen sich die Gassen rund um den Dorfkern, und in den Festwirtschaften herrscht bald reger Betrieb. Beim Slow Drink Festival präsentieren sich 15 lokale Bierbrauer und Winzer. «Unser Ziel ist es, dass die Gäste unsere Produkte kennenlernen», sagt der Bopplisser Weinbauer Cees van Rijn. Dabei entstehe kein Konkurrenzkampf unter den Anbietern – im Gegenteil. «Wir diskutieren über Wein und Reben. Die Leute informieren sich gern.»

Aus der Region

Gleich nebenan zeigt die Watter Landwirtschaftsausstellung WALA einen Einblick in den ökologischen Kreislauf und die daraus entstehenden Nahrungsmittel. «Wir wollen das Verständnis bei der Bevölkerung für die Produktion unserer Nahrungsmittel in der Region erwecken», sagt Hans Frei, Präsident Zürcher Bauernverband und Organisator der Ausstellung. Der Rümlanger Obstbauer Martin Meier demonstriert gleich vor Ort, wie frischer Apfelsaft entsteht. Nur zu gerne greifen Kinder und Erwachsene nach einem Becher der süssen Köstlichkeit.

Während die kleinen Gäste beim Hobby Horsing auf Steckenpferdchen durch den Parcours toben, sind die Teenager vom Harassenstapeln, angeboten durch die Pfadi St. Felix, begeistert. Die Warteschlange ist gross. Schliesslich gilt es, bis zu 35 Harasse in die Höhe wachsen zu lassen, gut gesichert am Seil. «Etwas Mut braucht es schon in dieser luftigen Höhe», gesteht die zehnjährige Lara.

«Wir wollen das Verständnis bei der Bevölkerung für die Produktion unserer Nahrungsmittel in der Region erwecken.»Hans Frei, Präsident Zürcher Bauernverband

Mut und Geschicklichkeit braucht es auch beim Surfsimulator Waveup. Was einfach aussieht, ist in Wirklichkeit ganz schön schwierig. Aufs schwankende Brett zieht es auch Yvonne Fischli aus Boppelsen. «Ich probiere gern alles aus. Es macht mega Spass», sagt sie lachend, während ihre Töchter versuchen, länger als Mami auf dem Brett zu bleiben.

Kontakt zur Bevölkerung

Derweil hat sich die vierjährige Mia beim Stand der Feuerwehr Regensdorf einen Helm aufgesetzt und steht geduldig in der Warteschlange. Kurze Zeit später darf sie endlich mit der Wasserspritze auf das imaginäre Feuer zielen und als Höhepunkt ein vor Ort ausgedrucktes Foto mit nach Hause nehmen. «Wir wollen den Kontakt zur Bevölkerung herstellen und am liebsten gleich Nachwuchs generieren», sagt Feuerwehrkommandant Laurent Cohn.

Unterdessen bestaunt der Watter Willy Glogger den Oldtimer seines Nachbarn, einen Citroen BL 11 Large. Den Corso vom Vormittag habe er zwar verpasst, aber nun könne er sich in Ruhe die einzelnen noch ausgestellten Modelle anschauen. Einige Meter weiter ist Action angesagt. Die Mitglieder des Roadrunners Club und dessen Gäste fahren mit insgesamt 15 Aufsitz-Rasenmähern auf der 700 Meter langen Strecke um die Wette und bieten den Zuschauern ein richtiges Spektakel.

Keine Helikopterflüge

«Bei 50 bis 60 Stundenkilometern werden die Arme schon beansprucht», erzählt Ruedi Zimmermann aus Niederhasli lachend, welcher seit 15 Jahren die Sportart Rasicross betreibt. Dass ihm zwischendurch das Benzin ausgegangen ist, erwähnt er nur am Rande.

Wer sich auf einen der angekündigten Helikopterflüge gefreut hatte, wurde allerdings enttäuscht. «Skyguide sprach aus Sicherheitsgründen ein Verbot aus», erklärt der Presseverantwortliche Peter Fasler. Während beim Feuerwehrverein die insgesamt 1400 «Flammspiesse» ihrem Namen alle Ehre machen, brutzelt in der Nähe ein 22 Kilo schweres Spanferkel während dreieinhalb Stunden vor sich hin. «Pro Tag braten wir drei Stück», verrät Grillmeister Djordje Josifovic.

«Rocking all over the World», singt die Musicaltruppe von “Sisters of Love”, während auf der Hauptbühne alles für den Auftritt von Hauptact Kunz vorbereitet wird. Das Fest ist noch lange nicht vorbei.

Erstellt: 08.09.2019, 17:06 Uhr

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