Rorbas

Wikinger der Strasse setzen auf Rock und gute Taten

Bis weit über die Landesgrenzen hinaus wurde der Ruf für die Teilnahme an der Thors Night gehört. Der Motorradklub Thors MC Swiss organisierte ein Mini-Festival im Embrachertal. Ein Teil des Erlöses geht ans Kinderheim Heimgarten.

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Aus Neubrandenburg, Hannover, ja sogar aus dem Aostatal kamen die Freunde des Motorradklubs Thors MC Swiss auf ihren stählernen Rössern angefahren. Am Samstag bot die Thors Night, ein seit über zwanzig Jahren regelmässig im Embrachertal stattfindender Anlass, genügend Gelegenheit, alte Freundschaften unter den «Wikingern der Strasse» aufzufrischen und zu festigen, aber auch neue Leute kennen zu lernen. Da der Anlass öffentlich war, mischten sich viele Familien aus der Umgebung unter die Biker.

Ab 12 Uhr öffneten auf dem Festgelände der Bocciahalle Rorbas die Essens- und Verkaufsstände, während die parademässig parkierten schweren Motorräder zu bewundern waren. «Weil wir gleich zu Beginn der Fahrsaison unsere Thors Night platziert haben, können wir schon bald zu zahlreichen Gegenbesuche im In- und Ausland fahren», erklärte Klubpräsident Bruce den Vorteil des auf den Frühling verlegten Festes. Das im Embrachertal in dieser Form immer noch einzige Mini-Festival vermochte laut Veranstalter rund 3000 Personen anzulocken. Rund 50 Freiwillige seien im Rotationssystem zum Wohl der Gäste unterwegs gewesen.

Seit zwanzig Jahren spendet der Motorradklub einen Teil des Erlöses aus der Thors Night an das Kinderheim Heimgarten. Und jedes Jahr dürfen die Kinder und Jugendlichen jeweils auf Ausfahrt mit einer Harley-Davidson mit. Bereits zum sechsten Mal diente dafür das Festgelände und die Halle des Bocciadromos in Rorbas als Veranstaltungsort.

Äusserst friedliche Stimmung

Am Abend sorgten die Bands White Roots und Hard Wretches für rockige Unterhaltung – in einer ausgeprägt friedlichen Stimmung. Unter den Standbetreibern war der Tattookünstler Matt Brunner ein gefragter Mann. Der promovierte Physiker und in der Szene als Doc auftretender Rümlanger arbeitete an einem kleinen Sternbild für Sabrina Cecchin. Die Zumba-Instruktorin aus Zürich-Altstetten wünschte sich diese nämlich auf ihrer Schläfe. «Dafür braucht es extrem viel Fingerspitzengefühl», erklärte Brunner während der Prozedur. Denn gerade auf der Schläfe hinter dem Auge lägen viele wichtige Nerven.

Biker-Bibel am Bike

Motorradtechnisch waren am Tag der Thors Night vor allem die als Fat Bobs auftretenden schweren Motorräder die wahren Hingucker. «Die Fäuste im Wind und kein Gramm zu viel», so lautet der Werbeslogan dieses Typs der Marke Harley-Davidson-Reihe. Doch weil der Anlass bewusst Motorradfahrerinnen und -fahrer aller Colours ansprach, fanden sich im Fahrzeugpark auch ein paar Offroader der Marke BMW. Echte Kerle stellten dabei gleich ihr Zelt neben ihren Motorrädern auf.

Auf der anderen Seite des Geländes in einem ritterzeltähnlichen Unterstand war der christliche Motorradklub ­Disciples of Christ Gastgeber und verschenkte eine Biker-Bibel. Im ersten Teil vor dem Neuen Testament finden sich Erfahrungsberichte anderer Biker. «Wir bieten auch Hochzeiten und Bikergottesdienste an», sagte deren Präsident Enrico Brändli, der noch auf der Suche nach einer geeigneten Klubunterkunft im Unterland ist. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.05.2018, 18:56 Uhr

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