Dänikon

Wo das Dorf eines Tages wachsen könnte

Im kommunalen Richtplan hat die Gemeinde drei Gebiete definiert, die sie als Option für eine künftige Entwicklung sieht. Ab dem 1. März liegt der überarbeitete Entwurf öffentlich auf.

Die beiden Gebiete Langwiesen und Brenni bilden für Dänikon eine Option für die mittelfristige Entwicklung der Gemeinde. Das Gebiet Hofacher ist als langfristige Reserve und als Abschluss des westlichen Siedlungsrands vorgesehen.

Die beiden Gebiete Langwiesen und Brenni bilden für Dänikon eine Option für die mittelfristige Entwicklung der Gemeinde. Das Gebiet Hofacher ist als langfristige Reserve und als Abschluss des westlichen Siedlungsrands vorgesehen. Bild: PD

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Während andere Dörfer stetig wachsen, sind die Bevölkerungszahlen in Dänikon leicht rückläufig. So wohnten vor ein paar Jahren 1946 Personen im Furttaler Dorf, heute sind es nur noch knapp 1870. Der Gemeinderat will deshalb ein moderates Wachstum ermöglichen. Gleichzeitig ist es ihm aber ein grosses Anliegen, den Dorfcharakter zu bewahren. Den Fokus für die Siedlungsentwicklung legt die Behörde auf die Aktivierung der vorhandenen Reserven innerhalb der rechtskräftigen Bauzonen. Da aber 98 Prozent der momentan verfügbaren Bauflächen bebaut sind, ist das gar nicht so einfach. Mit dem neuen kommunalen Richtplan soll die Möglichkeit geschaffen werden, ältere Quartiere qualitativ wertvoll zu erneuern und einzelne Gebiete zu verdichten.

Ausserdem hat der Gemeinderat drei momentan nicht in der Bauzone liegende Gebiete definiert – Brenni, Langwiesen und Hofacher –, die als mittel- bis langfristige Optionen dienen. «Die Entwicklung dieser drei Gebiete ist für die Gemeinde von grossem Interesse», sagt Hochbauvorstand Christian Lucek.

Wie sich die Gemeinde bis ins Jahr 2035 entwickeln könnte, darüber haben sich die Däniker Gemeinderäte in den vergangenen drei Jahren viele Gedanken gemacht. Eine Revision des kommunalen Richtplans drängte sich einerseits aufgrund des Alters der bestehenden Dokumente aus dem Jahr 1982 auf, andererseits haben sich in den letzten Jahren auch die raumplanerischen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Vorgaben geändert. Nachdem ein erster Entwurf der Pläne Verkehr sowie Siedlung und Landschaft im letzten Sommer öffentlich aufgelegen hatte und dem Kanton sowie der Planungsgruppe Furttal zur Vorprüfung unterbreitet worden war, setzten sich die Verantwortlichen in den letzten Monaten mit den eingegangenen Änderungsanträgen auseinander.

Nach dem Richtplan folgt die BZO

Einen besonderen Stellenwert hat das Gebiet Brenni, das sich westlich vom Restaurant Frohsinn befindet. «Hier sehen wir ein hohes Potenzial zur sorgfältigen Weiterentwicklung und Stärkung des Ortskerns als Begegnungsort», sagt Lucek. Es sei zwar kein konkretes Projekt vorhanden, doch mit der Verankerung im Richtplan wolle man die Möglichkeit für eine künftige Entwicklung schaffen.

Im Gebiet Langwiesen sieht der Gemeinderat die Möglichkeit für generationendurchmischte Wohnnutzung. «Vorstellbar sind auch eine Kita oder eine Spitex-Filiale», sagt Lucek. Langfristig als Reserve soll das Gebiet Hofacher gesichert werden. Es würde den Abschluss des Siedlungsgebiets Richtung Hüttikon bilden. Für alle drei Gebiete gilt: Eine allfällige Einzonung wird nicht einfach werden. Konkreter wird das Ganze aber erst mit der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO), für welche die überarbeiteten Richtpläne die Grundlage bilden. Noch dieses Jahr möchte die Gemeinde mit den Vorbereitungen für die BZO-Revision beginnen.

Im Bereich Verkehr hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, attraktive Fuss- und Velowege zu fördern. Geprüft wird unter anderem die bessere Erschliessung des Gemüseverarbeitungsbetriebs Geigelmoos. Denn momentan erfolgt die Anlieferung durch das Siedlungsgebiet. Besonders wichtig ist der Behörde auch eine sichere Ausgestaltung des Wegs zwischen Dänikon und dem Bahnhof Golfpark Otelfingen.

Erstellt: 28.02.2019, 16:36 Uhr

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