Stadel

ZVV reagiert auf steigende Fahrgastzahlen

An der Regionalen Verkehrskonferenz informierten am Montag Vertreter der öffentlichen Verkehrsbetriebe über die Pläne für das Jahr 2019. Fahrplananpassungen sollen den steigenden Passagierzahlen entgegenkommen.

Ausbau bis 2021: Die S2 oll vom Flughafen bis Betriebsschluss um 21 Uhr im Halbstundentakt fahren.

Ausbau bis 2021: Die S2 oll vom Flughafen bis Betriebsschluss um 21 Uhr im Halbstundentakt fahren. Bild: Archivfoto: David Baer

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Unter der Leitung des neu gewählten Präsidenten der Fachkommission öffentlicher Verkehr, Stephan Betschart. informierte die Planungsgruppe Zürcher Unterland (PUZ) über Anpassungen des öffentlichen Verkehrsnetzes. Vertreter des ZVV, der SBB und von PostAuto hatten sich zusammengefunden um die Grundlagen für die nächste Regionale Verkehrskonferenz im Mai zu besprechen.

Geld wird zurückerstattet

Die Mitteilungen des ZVV waren vornehmlich finanzieller Natur. Seit dem 1. Januar 2016 wird das Bahnnetz durch den Bahninfrastrukturfonds (BIF) finanziert. Der provisorische Anteil von rund 126 Millionen Franken für das Jahr 2019 wird in Zürich zu 34 Prozent von den Gemeinden getragen, was etwa 43 Millionen Franken oder 28.73 Franken pro Einwohner entspricht.

Die zusätzliche Kostenunterdeckung des ZVV wird jedoch wegen Rückerstattungszahlungen von PostAuto nachträglich reduziert. Die total 12.6 Millionen Franken für die Periode 2007-2018 werden je zur Hälfte dem Kanton und den Gemeinden rückerstattet. Die Höhe der Rückzahlungen an die Gemeinden wird anhand der jeweiligen Beiträge ermittelt und soll noch 2018 stattfinden. Im März 2019 werden dann die neuen Pläne des ZVV der Öffentlichkeit vorliegen, damit Begehren aus der Bevölkerung an der nächsten Regionalen Verkehrskonferenz diskutiert werden können.

49 neue «Doppelstöcker»

Urs Arpagaus, Regionsmanager SBB, bezog sich in seiner Präsentation auf die verschärfte Kritik, welche die SBB in den letzten Wochen wegen Verspätungen einstecken musste. Trotz technischen Vorfällen sei die Pünktlichkeit auf einem stabilen Niveau von 90 Prozent. Mit den Ausbauarbeiten und dem neuen Fahrplan, welcher am dem 9. Dezember in Kraft tritt, wolle man aber punktuelle Störungen reduzieren. So sollen auch 49 neue «Doppelstöcker» bis Ende November in Betrieb genommen werden.

Auf die Jahre 2020 und 2021 strebt die SBB Anpassungen an die Angebote der Zuglinien an. So soll die S2 vom Flughafen bis Betriebsschluss um 21 Uhr im Halbstundentakt fahren. Der Status der S3 im Abschnitt Bülach-Hardbrücke ist jedoch noch unklar. Ursprünglich war geplant, dass die S3 in den Spitzenstunden am Morgen und am Abend im Halbstundentakt fahren soll. Das Bundesamt für Verkehr entschied jedoch gegen das Konzept, worauf der ZVV und die Stadt Bülach Beschwerde einreichten (der «ZU» berichtete). Für das Jahr 2019 konnte dank gerichtlicher Verfügung diese Erweiterung des Angebots erreicht werden. Ob die Strecke nach 2020 weiterhin mit erhöhter Kapazität befahren werden kann, hängt vom laufenden Verfahren ab.

Stärke Auslastung

Eine positive Bilanz konnte Alexander Häne, Leiter Planung in Zürich bei PostAuto, ziehen. Die Pünktlichkeit der PostAutos konnte dieses Jahr weiter verbessert werden. Als verbesserungsbedürftig wurden die Linie 521 zwischen Freienstein und Flughafen und die Linie 535 zwischen Niederhasli, Steinmaur und Stadel identifiziert. Fahrplan- und Anschlussänderungen sollen auch diese Linien bis Ende 2019 stabilisieren.

Auf die kommenden Jahre prognostizierte Alexander Häne eine verstärkte Auslastung der bestehenden Angebote. «Die Fahrgastzahlen im Unterland steigen», sagt er. Auf das Jahr 2019 will PostAuto deshalb ein besonderes Augenmerk auf den Ausbau der Verbindungen zum Flughafen und des Randzeitenangebotes setzen. Im März sollen die detaillierten Konzeptvorschläge vorgestellt werden.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.11.2018, 17:20 Uhr

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