Zum Hauptinhalt springen

Zwei Grossbrände prägten das Feuerwehrjahr im Bezirk Bülach

Schäden in der Höhe von rund fünf Millionen Franken verursachten die Feuer letztes Jahr im Bezirk Bülach. Am häufigsten ist die Brandursache auf einen elektrischen Defekt zurückzuführen.

Die Feuerwehr hatte letztes Jahr in Bülach viel zu tun.
Die Feuerwehr hatte letztes Jahr in Bülach viel zu tun.
Symbolbild, Keystone

Die Feuerwehren im Bezirk Bülach hatten 2017 allerhand zu tun. 136 Brandschadenereignisse verzeichnete die Gebäudeversicherung im abgelaufenen Jahr. Zwei Grossbrände richteten je einen Sachschaden von rund einer Million Franken an, wie Bezirkstatthalterin Karin Müller-Wettstein an der Delegiertenversammlung der Bezirksfeuerwehr am Freitagabend in Wallisellen bekannt gab.

So brannte im April in der Gemeinde Wil ein Riegelhaus. Verletzt wurde niemand. Allerdings mussten die Bewohner des Hauses anderweitig untergebracht werden. Bereits zuvor stand im Februar ein Wohnhaus an der Florastrasse in Wallisellen in Flammen. Ein Mann musste aus dem dritten Stock evakuiert werden und wurde mit einer Rauchvergiftung ins Spital eingeliefert

Brandstifer gefasst

Ebenfalls aufsehenerregend aber mit weniger hohem Sachschaden war der Brand im Bülacher Lokal Buffalo’s. Rund 300 000 Franken Schaden richtete der Brandstifter anfangs Jahr an, wurde aber bei seiner Tat von einer Überwachungskamera gefilmt. Im September konnte er von der Polizei verhaftet werden.

Ebenfalls nicht alltäglich war der Brand in einem Kaffee innerhalb des Flughafengebäudes. Ein elektrischer Defekt führte im Juli zu einem Sachschaden von rund 200 000 Franken. Im selben Monat brannte auch die Fassade des UPC-Hauptsitzes auf dem Walliseller Richtiareal. Wegen unvorsichtigen Wegwerfens von Raucherwaren entstand ein Schaden in der Höhe von rund 100 000 Franken.

Insgesamt beläuft sich die Schadenssumme im letzten Jahr im Bezirk Bülach auf rund fünf Millionen Franken. Über die letzten zehn Jahre betrachtet ist das eher ein hoher Wert. Nur 2016 und 2013 entstand ein ähnlich hoher Sachschaden.

Bei den Brandursachen steht die Elektrizität mit 38 Fällen an oberster Stelle, gefolgt vom Blitzschlag mit 27 Fällen. Brandstiftungen gab es letztes Jahr sechs Mal.

Ein spezielles Gefühl

Für die 2017 neu gewählte Statthalterin Müller-Wettstein ist es jeweils ein spezielles Gefühl, wenn sie zu einem Brand gerufen wird. Bei Grossereignissen besucht sie jeweils den Einsatzort. «Man hofft immer, dass niemand verletzt wird und alles gut kommt», sagt sie. Der Brand auf dem Walliseller Richtiareal sei ihr besonders in Erinnerung geblieben. «Es war beindruckend zu sehen, wie professionell und eingespielt der Einsatz der Hilfskräfte ablief», erinnert sie sich. Sie habe grundsätzlich eine grosse Achtung vor den Feuerwehrleuten, die rund um die Uhr freiwillig für die Bevölkerung im Einsatz stehen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch