Bülach

Zwei Instrumente ergänzen sich perfekt

Wie stimmungsvoll, leichtfüssig und leidenschaftlich spanische traditionelle Musik und argentinische Tangos mitGeige und Gitarre tönen, konnte man in Bülach hören. Das Duo Sardana war im Sigristenkeller zu Gast.

Musik aus Spanien und Argentinien spielten die Geigerin Karin Keiser-Mazenauer und der Gitarrist Federico
Ahumada im Sigristenkeller in Bülach.

Musik aus Spanien und Argentinien spielten die Geigerin Karin Keiser-Mazenauer und der Gitarrist Federico Ahumada im Sigristenkeller in Bülach. Bild: Francisco Carrascosa

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Eine stimmungsvolle einstündige Reise zu den musikalischen Perlen Italiens, Spaniens und Argentiniens bot das Duo Sardana am Sonntag im Bülacher Sigristenkeller. Die Schweizer Geigerin Karin Keiser-Mazenauer und der argentinische Gitarrist Federico Ahumada liessen mit «Von Paganini bis Piazzolla» ihre beiden Instrumente perfekt aufeinander abgestimmt erklingen. Sie ergänzten und bereicherten sich gegenseitig.

Herz ohne Feuer geht nicht

Mit dem leicht melancholischem Cantabile in D-Dur, Op. 17, MS 109 vom Italiener Niccolò Paganini ging es los. Dessen unübliches Aussehen hatte ihm den Namen «Teufelsgeiger» eingebracht, wie Keiser-Mazenauer den Konzertbesuchern erzählte. Ebenfalls von ihm zu hören war die Sonate Nr. 1 für Violine und Gitarre, Op.3. Ángel Villoldos berühmter Tango «El Choclo» war ein Solo-Stück für Federico Ahumada.

Tango sei nicht in erster Linie die Musik des Feuers, wie oft angenommen werde, sondern die Musik des Herzens. «Aber was ist das Herz ohne Feuer?», sagte er zum Publikum. Sehnsucht, Leidenschaft, Hoffnung und Trauer verschmelzen in diesem Musikstil, den die Einwanderer aus Europa Ende des 19. Jahrhunderts mit «ihren Koffern voller Hoffnung» nach Südamerika mitgebracht hatten.

Und so tönt es, wenn Karin Keiser-Mazenauer und Federico Ahumada musikalisch miteinander verschmelzen (Quelle: Youtube)

Bei Tango durfte natürlich Astor Piazzolla, der Gründer des Tango Nuevo nicht fehlen. «Er entwickelte den traditionellen Tango mit Elementen aus Jazz und Klassik weiter. Das kam nicht überall gut an, und vor allem in orthodoxen Tangokreisen wurde der Musiker angefeindet», erzählte die Geigerin. Teile aus «Histoire du Tango» waren unter anderem zu hören, dramatisch, gedämpft, und dann wieder voller Leidenschaft und Kraft.

Die Vielfalt der spanischen Volksmusik zeigten F. García Lorca, Enrique Granados und Manuel de Falla. Von Manuel de Falla wählte das Duo Sardana Danza Española No.1 mit starken Einflüssen der Zigeunermusik aus seiner Oper «La vida breve». Mit dem berühmten «Czardas» von Vittorio Monti beendete das Duo seinen Auftritt.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 26.02.2018, 16:02 Uhr

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