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Löw und der Fluch des zweiten Spiels

Fakten zum 10. WM-Tag: Die deutsche Siegflaute, der unentschlossene Trainer und eine kleine kulinarische Sprachlehre.

Hier schockt Mexiko den Titelverteidiger. Deutschland ist bereits mächtig unter Druck. (Video: SRF)

Wer spielt?

Belgien - Tunesien (14 Uhr), Südkorea - Mexiko (17 Uhr), Deutschland - Schweden (20 Uhr)

Ergeht es Deutschland wie Spanien?

Deutschland droht dasselbe Schicksal, das vor vier Jahren in Brasilien Spanien getroffen hat: Das Out des Titelverteidigers in der Vorrunde. Noch nie sind die Deutschen in einer Gruppenphase ausgeschieden. Verliert Deutschland nach dem 0:1 gegen Mexiko auch gegen Schweden, und holt Mexiko gegen Südkorea auch nur einen Punkt, scheidet der Weltmeister von 2014 aus.

Deutsche Flaute

Von den letzten sieben Spielen gewannen die Deutschen nur eines, den letztlich mit Pfiffen bedachten Test gegen Saudiarabien (2:1). Die deutsche Mannschaft hatte letztmals 1985 eine solche Siegflaute.

Der Fluch des zweiten Spiels

Es gibt Fakten, die nicht für Deutschland sprechen: Die EM 2008 war das erste grosse Turnier unter Jogi Löw. Seither haben die Deutschen nur ein zweites Gruppenspiel an einem grossen Turnier für sich entscheiden können: An der EM 2012 siegte die Mannschaft 2:1 gegen die Niederlande.

Schweden hat seit 1990 nicht verloren

Es kommt hinzu, dass die Skandinavier seit der WM 1990 kein Vorrundenspiel mehr verloren haben. In Italien verlor das schwedische Team in der Vorrunde gegen Brasilien, Schottland und Costa Rica jeweils 1:2. 1994, 2002 und 2006 qualifizierten sie sich ohne Niederlage für die K.o.-Phase. Für die Endrunden 1998, 2010 und 2014 verpassten die Nordländer die Qualifikation.

Lieblingsgegner?

Schweden liegt Deutschland. Von vier Begegnungen an Weltmeisterschaften gewannen unsere Nachbarn deren drei, die einzige Niederlage liegt schon 60 Jahre zurück.

Ohne den Abwehrchef

Gemäss Löw wird Mats Hummels vermutlich nicht spielen können. Der Innenverteidiger verrenkte sich am Donnerstag im Training den Halswirbel.

Keine Topadresse

Keiner der schwedischen Kicker im WM-Kader steht in der Heimat unter Vertrag. Drei Schweden spielen in der deutschen Bundesliga. Bei den Deutschen sind es 15 von 23.

«Schöttbüllar»

Noch eine Portion unnützes Wissen zum Schluss: Mögen Sie «Köttbullar»? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie erfahren, dass die schwedische Leckerei nicht so ausgesprochen wird. Es heisst «Schöttbülla». «Kött» (Fleisch) wird «Schött» ausgesprochen, «Bullar» (Brötli) heisst «Büllar».

49 Spiele, 49 Formationen

Im zweiten Spiel der Gruppe F trifft Mexiko auf Südkorea. Mexikos Coach Juan Carlos Osorio wird kaum die gleiche Mannschaft aufstellen wie beim Sieg gegen Deutschland. Weshalb? In jeder der 49 bisherigen Partien als Trainer Mexikos nominierte er eine andere Start-Formation.

Das Runde muss ins Eckige

Südkorea muss in der Offensive etwas ändern. Im Startspiel gegen Schweden brachten sie keinen Abschluss auf das gegnerische Gehäuse zustande. So wird es auch gegen Mexiko schwer, drei Punkt zu holen.

Wieder 3 Spiele, 3 Siege?

Fährt Belgien nach dem 3:0 gegen Panama gegen Tunesien den zweiten Sieg ein, sind die Roten Teufel für die Achtelfinals qualifiziert. Schon 2014 hatte Belgien die Vorrunde mit drei Siegen abschlossen, scheiterte dann aber in den Viertelfinals an Argentinien.

Nur ein Tor weniger

Der gesamte tunesische WM-Kader bringt die Erfahrung von genau 500 Länderspielen mit. Ingesamt erzielten die 23 Spieler in den 500 Einsätzen nur 39 Tore. Im Vergleich dazu die Bilanz von Belgiens Stürmer Romelu Lukaku: 70 Länderspiele und 38 Tore. Die Werte sprechen für sich.

SDA/als/tzi

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