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Geberit profitiert von Bauboom

Der Sanitärtechniker Geberit hat 2016 vom breit abgestützten Bauboom in Europa profitiert und den Umsatz deutlich erhöht. Auch die schneller als erwartet verlaufene Integration des Keramikgeschäfts brachte weitere Wachstumsimpulse.

Geberit hat den Umsatz im vierten Quartal dank guter Wachstumstrends in vielen europäischen Märkten deutlicher als erwartet gesteigert.
Geberit hat den Umsatz im vierten Quartal dank guter Wachstumstrends in vielen europäischen Märkten deutlicher als erwartet gesteigert.
Archiv ZSZ

Die ersten Informationen zum Geschäftsjahr 2016, mit denen Geberit am Dienstag den Markt versorgte, lassen aufhorchen. Der vor der spanischen Roca und der deutschen Grohe grösste europäische Hersteller von Sanitärprodukten hat seinen Umsatz 2016 um 8,3% auf 2,81 Mrd. Franken erhöht. Auch akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 6,4%. Die im Umsatz enthaltenen Währungseinflüsse seien positiv ausgefallen und erreichten 18 Mio. Franken, sagte Konzernchef Christian Buhl am Dienstag an einer Telefonkonferenz. Die Betriebsgewinn-Marge auf Stufe Ebitda dürfte ebenfalls leicht besser ausfallen als prognostiziert. Bisher hatte Geberit eine operative Marge von 28% angestrebt. Nun geht Buhl von 28,5% aus.

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Industriegruppe vom Obersee die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Konsens für den Umsatz lag bei 2,79 Mrd. Franken. Über das Resultat freuen dürfen sich neben der Unternehmensleitung in erster Linie Investoren und Aktionäre: An der Börse legten die Geberit-Aktien am Dienstagmorgen in einem schwächeren Gesamtmarkt um über zwei Prozent zu. Die ausführliche Berichterstattung mit den Gewinnzahlen folgt jedoch an der Bilanzpressekonferenz vom 14. März.

Lieferrückstand abgebaut

Das Wachstum sei auf eine überzeugende Entwicklung in vielen Märkten und einen vor allem im dritten Quartal wirksamen Abbau eines Lieferrückstands im Dusch-WC-Geschäft zurückzuführen, teilte Geberit mit. Das Marktumfeld in der Bauindustrie habe sich in einigen — vor allem europäischen — Märkten im Vorjahresvergleich verbessert.

Zudem brachte die mit der Übernahme der finnischen Sanitec verbundene Integration des Keramikgeschäfts früher als erwartet Umsatzimpulse und stützte so die Verkäufe zusätzlich. Dadurch verstärkte sich das Wachstumstempo im vierten Quartal — entgegen den Markterwartungen — überraschend stark. Der Umsatz erreichte in diesem Zeitraum 636,6 Mio. Franken. Das entspricht einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 6,3% und ist insbesondere im direkten Vergleich mit anderen europäischen Bauzulieferern ein überdurchschnittlicher Wert.

Ob sich die zum Jahresende hin registrierte verstärkte Wachsumsdynamik bei Geberit auch auf 2017 überträgt, wird das Unternehmen spätestens Mitte März in der Lage sein zu berichten.

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