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Notbremse beim Schulhaus LindenhofGemeinderätin kritisiert Planung der Primarschule Bülach scharf

Romaine Rogenmoser (SVP) hat dafür gesorgt, dass der Stadtrat den Kredit für den Modulbau beim Schulhaus Lindenhof nicht im Alleingang genehmigen durfte. Es gehe ihr aber um viel mehr, sagt die Gemeinderätin.

Auf dem Areal «Alter Bahnhof» plant die Schule den Modulbau. Im Hintergrund das Schulhaus Lindenhof.
Auf dem Areal «Alter Bahnhof» plant die Schule den Modulbau. Im Hintergrund das Schulhaus Lindenhof.
Foto: Paco Carrascosa

In einer seiner nächsten Sitzungen wird der Bülacher Gemeinderat über den Kredit für einen Modulbau beim Schulhaus Lindenhof befinden. Kostenpunkt: 4,5 Millionen Franken. Eigentlich war das Vorhaben bereits Anfang Juli genehmigt worden – durch den Stadtrat in Eigenregie. Er hatte argumentiert, es handle sich «aufgrund der Dringlichkeit und fehlender Optionen» um eine gebundene Ausgabe. Dass die Vorlage nun doch ins Parlament kommt, liegt an einem Rekurs von Gemeinderätin Romaine Rogenmoser (SVP).

Unsaubere Arbeit

Es sei ihr beim Rekurs nicht nur um den Modulbau gegangen, sagt die Politikerin. Es habe ein grundsätzliches Zeichen gebraucht. «Die Primarschule arbeitet und kommuniziert schlecht.» Seit Jahren wisse man um die explodierenden Schülerzahlen in Bülach. «Und doch kommt es in Sachen Schulraumplanung immer wieder zu Schnellschüssen», sagt Rogenmoser. «Dann fällt, wie im Fall Lindenhof, plötzlich Schulraum vom Himmel, wo ihn niemand erwartet hat.» Gleichzeitig mache man auf Panik und argumentiere mit der akuten Raumnot und der Dringlichkeit. Immer wieder erkläre die Primarschule Ausgaben als gebunden, die es eigentlich gar nicht seien und die man bei seriöser Arbeit dem Gemeinderat hätte vorlegen können. «Damit umgeht man systematisch Parlament und Volk.»

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