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Zwischennutzung auf Halba-BracheGemüse statt Schoggi

Wo lange Jahre das Produktionsgebäude der Schokoladenfabrik Halba stand, wachsen nun Zucchetti.

Der eigens gegründete Kartoffelverein pflanzt auf der Halba-Brache Gemüse an.
Der eigens gegründete Kartoffelverein pflanzt auf der Halba-Brache Gemüse an.
Foto: Francisco Carrascosa

Es tut sich was auf der Brache mitten in Wallisellen. Auf dem Gelände, wo einstmals die Schokoladenfabrik Halba ihre Produktionsgebäude hatte, wachsen derzeit Zucchetti. Denn die Gemeinde hat beschlossen, dass auf einem Teil der Brache neue Bereiche für Sport, Kinderspiel, Aufenthalt, Urban Gardening und Biodiversität etabliert werden sollen.

Anfang Juli hat sich deshalb in Wallisellen ein neuer Verein formiert: der Kartoffelverein. Dieser hat sich der solidarischen Landwirtschaft verschrieben und kann eine kleine Fläche bewirtschaften. Jung und Alt ist dazu eingeladen, mitzupflanzen, zu bewässern und am Ende zu ernten. Für die Ernte ist ein kleines Fest geplant.

Die Zucchetti sind dank des schönen Wetters schon sehr gross geworden.
Die Zucchetti sind dank des schönen Wetters schon sehr gross geworden.
Foto: Francisco Carrascosa

Noch immer geplant ist, dass auf einem weiteren Teil ein Bikepark entstehen soll. Das Baugesuch wurde aber noch nicht abschliessend behandelt.

Ideen kamen aus Bevölkerung

Die Alfred Müller AG, Baar, hatte 2016 das Areal des Produktionsbetriebs Chocolats Halba erworben. Das frühere Produktionsgebäude wurde in der Zwischenzeit abgerissen. Bis zu einer Neubebauung würde das Gebiet brachliegen. Deshalb hat sich die Alfred Müller AG bereit erklärt, bis ein definitives Bauprojekt ausgearbeitet wird, auf einer Teilfläche eine Zwischennutzung zuzulassen. Voraussetzung ist, dass sich die Gemeinde für die Gestaltung und den Unterhalt verantwortlich zeigt.

Die Abteilung Tiefbau und Landschaft hatte in Zusammenarbeit mit der Abteilung Gesellschaft im Frühling ein Konzept erarbeitet. Dieses basierte auf den Ergebnissen eines Aufrufs per Inserat im «Anzeiger von Wallisellen» an die Bevölkerung, ihre Wünsche für die Zwischennutzung des Areals einzubringen. Der Aufruf hatte rund 25 Vorschläge gebracht, wovon mehrere Ideen in das Konzept eingeflossen sind. Für die Umsetzung hat der Gemeinderat einen Kredit von 25'000 Franken genehmigt.