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Blutige Spur durch EuropaGibt es eine zweite Welle von Terrorattacken?

Nach den Anschlägen in Frankreich nun auch eine aufsehenerregende Mordtat in Österreich: Die Gewaltbereitschaft der Islamisten nimmt erneut zu. Der Mörder von Wien war den Behörden bekannt – und er war vorbestraft.

Polizisten bewachen die Basilika Notre-Dame in Nizza, wo ein Terrorist am vergangenen Donnerstag zwei Frauen ermordete.
Polizisten bewachen die Basilika Notre-Dame in Nizza, wo ein Terrorist am vergangenen Donnerstag zwei Frauen ermordete.
Foto: Arnold Jerocki (Getty Images)

Zweifel konnte es bereits nach wenigen Stunden nicht mehr geben. Der Attentäter von Wien ist ein «islamistischer Terrorist», das stellt Österreichs Regierung am Dienstag unumwunden fest. Der Mann, der am Abend zuvor vier Menschen getötet hat, ehe ihn die Polizei erschoss, sei eindeutig «eine radikalisierte Person», die sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) «besonders verbunden fühlt». Das dürfte wohl sehr zurückhaltend ausgedrückt gewesen sein.

Noch am Vormittag bestätigt die Regierung in Wien, dass es sich um den 20 Jahre alten Kujtim F. handelt. Er war einschlägig wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorbestraft. Er hatte sich offenbar dem IS in Afghanistan und in Syrien anschliessen wollen. Im April 2019 war er zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Laut Urteil des Wiener Landgerichts hielt sich Kujtim F. im September 2018 beim Versuch, sich nach Syrien schleusen zu lassen, mehrere Tage in einem Haus in der türkischen Grenzstadt Hatay auf, in dem sich auch andere IS-Anhänger untergebracht waren. Kujtim F. kam im Dezember 2019 vorzeitig auf Bewährung frei. Der Attentäter besass neben der österreichischen auch die nordmazedonische Staatsbürgerschaft, er ist albanischer Abstammung. Eines seiner Opfer ist ebenfalls ein Albaner aus Nordmazedonien, wie Medien aus der Region meldeten.

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