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Tradition vs. Generation Robinhood Was der Fall Gamestop mit der Zukunft von UBS und Co. zu tun hat

Die traditionellen Banken verlangen immer mehr Geld für immer schlechtere Dienstleistungen. Neue Anbieter graben ihnen bei den wichtigen jungen Kunden Marktanteile ab.

Das Dekor hat sich verändert, das Geschäftsmodell weniger: Schalterhalle der Schweizerischen Kreditanstalt, heute Credit Suisse.
Das Dekor hat sich verändert, das Geschäftsmodell weniger: Schalterhalle der Schweizerischen Kreditanstalt, heute Credit Suisse.
Foto: Keystone

Ein Fünfliber hier, ein Zehner da. Vom Bargeldbezug bis zur Banküberweisung – für fast alle Basis-Dienstleistungen verlangen Banken inzwischen Geld. Die UBS zum Beispiel verlangt ab dem sechsten Bargeldbezug am Bancomaten fünf Franken. Die Postfinance führt für Firmenkunden eine Strafgebühr von 0,3 Prozent ab dem ersten Franken ein. Gemäss dem Landesindex der Konsumentenpreise haben sich die Bankgebühren seit 2000 fast verdoppelt.

Wie lange werden sich die Kunden das noch gefallen lassen? Der St. Galler Bankenprofessor Manuel Ammann beobachtet die Entwicklung seit Jahren. Er erklärt: Das Geschäft mit Kleinkunden sei für Banken weiterhin sehr lukrativ. Doch das Geschäftsmodell kränkelt. Traditionell finanzieren Universalbanken viele Dienstleistungen über die Zinsmarge. Der Kleinkunde habe davon kaum etwas mitbekommen. Mit den Negativzinsen werde es immer schwieriger, Dienstleistungen über die Zinsmarge zu finanzieren. «Ich sehe eine Entwicklung, dass Banken für alles, das sich nicht im digitalen Raum befindet, möglichst kostendeckende Preise verlangen», sagt Ammann.

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