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Umfrage zu Papi-UrlaubGrosse Zustimmung für zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub

Eine Mehrheit der Stimmberechtigten ist für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Link-Instituts.

Am 27. September entscheidet das Stimmvolk über die Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs.
Am 27. September entscheidet das Stimmvolk über die Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs.
Foto: Keystone
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Nur 16 Prozent der Befragten lehnten einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab, 71 Prozent waren dafür, während 10 Prozent unentschieden waren. Für die Studie wurden vom 20. bis am 26. Mai 1034 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren befragt.

«Die hohe Zustimmung zeigt, dass die Zeit reif ist für einen Vaterschaftsurlaub», erklärte Adrian Wüthrich, Präsident von Travail Suisse und des Abstimmungskomitees «Vaterschaftsurlaub jetzt!». Am 27. September wird über den Vaterschaftsurlaub abgestimmt. Die Studie wurde zum Vatertag am (heutigen) Sonntag veröffentlicht.

Förderung der Gleichberechtigung

Bei den Argumenten für eine Zustimmung oder Ablehnung waren Mehrfachnennungen möglich. Von den Befürwortern eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs nannten 39 Prozent als Grund für ihre Zustimmung, die Mutter werde dadurch unterstützt, 30 Prozent waren der Meinung, dass damit die Gleichberechtigung gefördert wird. 26 Prozent bezeichneten einen Vaterschaftsurlaub als wichtig für die ganze Familie, und für einen Viertel der Befragten war der Aufbau einer Vater-Kind-Beziehung von Bedeutung.

Das Hauptargument bei den Gegnern waren die Kosten, ein Fünftel von ihnen nannte dies als Grund für ihre Ablehnung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs. 14 Prozent der Gegner hielten einen Vaterschaftsurlaub für unnötig, Für 12 Prozent muss die Finanzierung geklärt werden. 11 Prozent sagten, der Vater könne ja Ferien beziehen, und 10 Prozent hielten einen Vaterschaftsurlaub für zu teuer.

SDA

87 Kommentare
    Silvia Brun

    Die Schweiz ist punkto Vaterschaftsurlaub das Schlusslicht Europas, und das, obwohl wir eines der reichsten Länder sind und uns den Vaterschaftsurlaub problemlos leisten können. Da kann man doch nur sagen, er ist überfällig. Und gönnt doch einander mal was. Eine Luxuslösung ist es sicher nicht, es ist ein kleiner, aber vernünftiger Schritt.