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Neues Zuhause für alle LaufvögelHappy End für ERZ-Emus

Alle fünf Emus, die Entsorgung + Recycling Zürich ohne Auftrag gehalten hatte, haben ein neues Zuhause erhalten. Die Tiere werden allerdings nicht mehr zusammen sein.

Einer der fünf Emus, die das ERZ bei der Ara Glatt in Opfikon gehalten hat.
Einer der fünf Emus, die das ERZ bei der Ara Glatt in Opfikon gehalten hat.
Foto: Raisa Durandi

Für zwei der fünf Emus, welche Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) seit acht Jahren hält, war bereits im Winter eine neue Bleibe im Kanton St. Gallen gefunden worden. Den Laufvögeln steht dort ein grosszügiges Aussengehege mit einer Fläche von 3500 Quadratmetern zur Verfügung.

Nun habe das ERZ auch für die drei anderen Tiere neue Halter gefunden, bestätigte ERZ-Mediensprecher Daniel Eberhard am Montag einen Bericht von Radio Top. Zwei Tiere ziehen ins Berner Oberland, eines in den Kanton Basel-Land. Die Suche habe Zeit beansprucht, weil es für Emus eine Bewilligung für die Haltung von Wildtieren brauche. Zudem müsse auch ein entsprechendes Gehege vorhanden sein.

Umzug wegen Coronavirus verschoben

Bis die drei Tiere tatsächlich umziehen können, wird es aber nochmals dauern. Auch hier hat das Coronavirus Pläne durchkreuzt. Auf Empfehlung der kantonalen Veterinärämter zum Schutz von Menschen und Tieren wurde der Transport der Emus bis auf weiteres verschoben.

Die drei Laufvögel befinden sich nach wie vor auf dem Gelände des ERZ-Seminarzentrums beim stillgelegten Klärwerk Ara Glatt in Opfikon, wo sie seit 2012 gehalten werden.

ERZ hatte die Laufvögel vom Zoo Zürich übernommen, weil dieser keinen Platz mehr für sie hatte. Einen Bezug zum gesetzlichen Auftrag von ERZ gab es für die Haltung der Tiere nicht und auch keine Genehmigung des Stadtrats.
Seit einer Administrativuntersuchung und der fristlosen Entlassung von ERZ-Direktor Urs Pauli hatte die Stadt bereits mehrere Anläufe unternommen, um die Tiere an einen geeigneten Platz abzugeben.
(sda)

1 Kommentar
    Benno L. Tobler

    Ob Stadtrat oder Emu, das ist die entscheidende Frage? Da wird immer wieder von den Medien in Begleitung von FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger eine alte und billige Suppe gekocht. Fehlt es an Medienzeilen oder auch noch an Zeilenhonoraren, welche nun auch noch mit Emus aus dem ERZ gefüllt werden. Die Emus stammen ursprünglich vom Zoo der Stadt Zürich, welche keinen Platz bzw. Verwendung mehr hatten. Ohne schnell und unbürokratisch einen neuen Platz zu finden, hätte dies den Tod der fünf Emus bedeutet. Das ERZ war in der damaligen Zeit subsidiär für die Stadt eingesprungen eine angemessene und gute Lösung zu finden. Das war auch gut so, denn damals hatte der Stadtrat auch keine andere Lösung für die Stadt-Zürcher Emus des Zoos gefunden. Die guten Verdienste des damaligen ERZ-Direktor werden immer mehr sichtbar. Er hatte schnell und unbürokratisch ohne grosse Volksabstimmung gehandelt. Die Stadt Zürich benötigt nun FDP-bürokratisch über 2 bis 3 Jahre, um die Tiere an einen geeigneten Platz abzugeben. Das hätte damals den Tod der Emus bedeutet. Die FDP-Bürokratie und Corona lässt grüssen.