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UmfrageHarris könnte Biden bei Frauen und jungen Wählern helfen

Bei einer Umfrage schneidet die designierte Vizepräsidentschaftskandidatin besser ab, als der eigentliche Kandidat Joe Biden.

Kommt bei Frauen, unter 35-Jährigen und sogar Republikanern besser an als Joe Biden: Kamala Harris. (Archivbild)
Kommt bei Frauen, unter 35-Jährigen und sogar Republikanern besser an als Joe Biden: Kamala Harris. (Archivbild)
Keystone/Julio Cortez
«Amerika schreit nach Führung»: Kamala Harris’ erster Auftritt als Vize-Kandidatin. (12. August 2020)
«Amerika schreit nach Führung»: Kamala Harris’ erster Auftritt als Vize-Kandidatin. (12. August 2020)
Keystone/Carolyn Kaster
Wollen gemeinsam das «Schlamassel» von Trumps Amtszeit beseitigen: Joe Biden und Kamala Harris.
Wollen gemeinsam das «Schlamassel» von Trumps Amtszeit beseitigen: Joe Biden und Kamala Harris.
Keystone/Carolyn Kaster
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Die designierte Vizepräsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, Kamala Harris, schneidet in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters bei mehreren wichtigen Wählergruppen besser ab, als der eigentliche Präsidentschaftskandidat Joe Biden. So sagen 60 Prozent der befragten Frauen, eine positive Meinung über Harris zu haben. Biden erhält von 53 Prozent der Frauen Zuspruch. Auch bei erwachsenen Amerikanern unter 35 kommt Harris mit 62 Prozent etwas besser an als Biden.

Zudem geben etwa ein Viertel der Anhänger der Republikanischen Partei an, einen positiven Eindruck von Harris zu haben. Über Biden äussert sich nur ein Fünftel dieser Gruppe positiv. Harris könnte Biden also dazu verhelfen, bei der Wahl im November in wichigen Wählergruppen zusätzlich zu punkten – und womöglich sogar einige Republikaner zum Wechsel ins Lager des politischen Rivalen bewegen.

Am Umfragenvorsprung Bidens auf Trump ändert sich gleichwohl wenig. In der mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos am Dienstag und Mittwoch erstellten Online-Erhebung geben 46 Prozent an, sie würden dem Kandidaten-Duo Biden und Harris ihre Stimme geben. Trump und dessen derzeitigen Vizepräsidenten Mike Pence würden 38 Prozent wählen. In einer ähnlichen Umfrage von Anfang der Woche fiel der Abstand zwischen Biden und Trump einen Prozentpunkt geringer aus.

Reuter/chk

13 Kommentare
    Reto Kalbermatten

    Den USA fehlt es eindeutig an politischen Persönlichkeiten mit Charisma, politischen Programmen und klaren Strategien. Diese Kompetenzen sind schon seit langem bei US-Präsidenten nicht mehr vorhanden, ausser punktuell bei Obama. Das liegt wohl am allgemein tieferen politischen Niveau und der politischen Bildung und Kultur im System und in der Bevölkerung. Die Amerikaner mögen gut sein in Wirtschaft und Business, doch in Politik und gesellschaftlichen Fragen und Krisen (Corona, Rassismus, Gewalt) sind sie in vielem geradezu hilflos und über weiter Strecken auch in Reformen handlungsunfähig.